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24.10.2015

11:35 Uhr

Umzugstar.com gestartet

Das können Umzugshelfer aus dem Internet

VonMartin Tofern

Umzugsportale wollen eine günstige Alternative zum Komplettumzug mit Möbelpackern sein. Nun ist eine neue Webseite online, die auch Leuten helfen will, die ohne fremde Hilfe umziehen wollen. Wie das funktioniert.

Statt Möbel mit dem Cabrio quer durch die Stadt zu transportieren, gibt es eine Alternative. Ein Münchener Start-up hilft bei der Organisation des Umzugs. dpa

Umzug

Statt Möbel mit dem Cabrio quer durch die Stadt zu transportieren, gibt es eine Alternative. Ein Münchener Start-up hilft bei der Organisation des Umzugs.

MünchenWer umziehen muss, hat häufig das Gefühl, mit der Welt auf Kriegsfuß zu stehen. Die neue Wohnung ist noch nicht fertig renoviert, die Kartons in der alten Wohnung auch noch nicht gepackt. Zwei Freunde, die eigentlich fest versprochen hatten zu helfen, haben abgesagt. Die Autovermietung hat nur noch einen kleinen Transporter übrig. Kurz: So gut wie nichts funktioniert, aber morgen soll der Umzug über die Bühne gehen.

Wenn Geld nicht die große Rolle spielt, dann kann man oben beschriebene Probleme vermeiden, indem man einfach eine Umzugsfirma beauftragt. Die kümmert sich um alles, stellt ein ausreichend geräumiges Fahrzeug bereit sowie genügend Arbeitskräfte, die notfalls beim Einpacken und später beim Aufstellen der Möbel helfen. Wer über nicht so viel Geld verfügt, der kann sich über Umzugsportale im Internet Hilfe holen. Eines der jüngsten Unternehmen dieser Art ist das Portal „umzugstar.com“, das der 26-jährige Federico Drago im vergangenen Monat in München gegründet hat. Das Portal verspricht schnelle und kostengünstige Hilfe – egal, ob man den Umzug nun selbst machen oder durch ein Umzugsunternehmen organisieren lassen will.

Jungunternehmer Federico Drago will Umzugsprobleme lösen. PR

Gründer eines Start-ups

Jungunternehmer Federico Drago will Umzugsprobleme lösen.

Nach einer Umzugsstudie im Auftrag von Telekom, Myhammer.de und Umzug AG sind allein im Jahr 2014 9,39 Millionen Deutsche umgezogen, das sind fast sechs Millionen Haushalte. Pro Umzug zahlt der Deutsche 735 Euro an direkten Kosten, das entspricht einem Gesamtvolumen von 6,9 Milliarden Euro pro Jahr. Kein Wunder, dass diese Zahl viele Gründer wie Federico Drago anlockt, ihr Glück auf dem Umzugsmarkt zu versuchen. Dabei tummeln sich schon einige Platzhirsche auf dem Markt für Umzugsportal, allen voran die Seite „Umzugsauktion.de“, die zum Immobilienportal Immonet des Hauses Axel Springer gehört. Hier werden Umzüge verauktioniert, das heißt, der Kunde schreibt seinen Umzug aus und Unternehmen bewerben sich um den Auftrag. Das attraktivste Angebot gewinnt.

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Die Seite „Umzugvergleich.info“ der Berliner Firma Green Peak bietet Ausschreibungen für Umzüge in Berlin und Deutschland, aber auch explizit für Umzüge ins Ausland an. Obendrein gibt es noch verschiedene Dienstleistungen und Blogs rund ums Thema (zum Beispiel: „Ausmisten mit System – so geht’s“ oder „Der Umzug und die Nerven“). Ein weiteres unabhängiges Umzugsportal ist die Seite „Umzug123.de“, die Umzugsanfragen ebenfalls kostenlos weitervermittelt. Anfragen über die Seiten „Umzugsvergleich.de“, „Umzugpreisvergleich.de“ und „Umzug-easy.de“ werden zum Springer-Portal „Umzugauktion.de“ weitergeleitet.

Nach Auskunft von Iwona Husemann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bieten die neuen Umzugsportale im Netz dem Verbraucher sehr viel Flexibilität. „Allerdings sollte der Verbraucher darauf achten, ein möglichst genaues Angebot einzuholen.“ Oft hat ein Privatmann Probleme, die Menge seines Umzugsgutes genau einzuschätzen. Ein Umzugsfachmann kann natürlich viel genauer einschätzen, wie viel Kubikmeter Umzugsgut sich in einem Raum befinden. Um Auseinandersetzungen nach dem Umzug zu vermeiden, sollte die Schätzung also möglichst genau sein.

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