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16.09.2016

14:38 Uhr

Unister Holding

Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren

Im Juli hat Unister Insolvenz beantragt, jetzt hat das Amtsgericht das Verfahren über die Unister Holding eröffnet. Der Insolvenzverwalter verhandelt derweil mit Investoren. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter.

Das Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren über die Unister Holding eröffnet. dpa

Unister

Das Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren über die Unister Holding eröffnet.

LeipzigDas Amtsgericht Leipzig hat das Insolvenzverfahren über die Unister Holding GmbH eröffnet. Das teilte der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther mit. Das Verfahren betreffe rund 75 Mitarbeiter in Leipzig. Flöther wurde auch zum regulären Insolvenzverwalter bestellt.

Er rechne damit, dass das Amtsgericht demnächst auch für den Großteil der übrigen Unister-Gesellschaften die Verfahren eröffne, sagte ein Sprecher. Unterdessen werden die Verhandlungen mit möglichen Investoren fortgesetzt.

Der Geschäftsbetrieb der Unister Holding laufe in vollem Umfang weiter. Die Gehälter der Mitarbeiter könnten weiter bezahlt werden. Mit dem operativen Geschäft erwirtschafte Unister positive Erträge. Unister betreibt zahlreiche Internetportale, darunter die Reiseseiten fluege.de und ab-in-den-urlaub.de. Insgesamt sind 1080 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.

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Zuletzt geriet Unister (u.a. ab-in-den-urlaub.de) durch Skandale, Insolvenzanträge und einen Flugzeugabsturz in die Schlagzeilen. Doch trotz vieler Unwägbarkeiten bleiben viele Kunden den Reiseportalen treu.

Die Unister Holding hatte am 17. Juli Insolvenzantrag gestellt. Drei Tage zuvor war der Gründer des Leipziger Internetunternehmens, Thomas Wagner, bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen. Der 38-Jährige war auf der Rückreise aus Venedig, wo er auf der Suche nach einem Kredit für sein klammes Unternehmen einem Millionenbetrug aufgesessen sein soll. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt dazu.

Insolvenzverwalter Flöther versucht, Käufer für Unister und dessen Tochtergesellschaften zu finden. Bis 31. August lagen seinen Angaben zufolge sechs konkrete Angebote von Investoren vor. Flöther betonte, dass beim Verkauf keine Eile bestehe. „Unser Ziel ist nicht die schnellste, sondern die bestmögliche Investorenlösung.“

Von

dpa

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