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16.04.2013

13:19 Uhr

Unter Auflagen

China genehmigt Fusion von Glencore und Xstrata

Mehrere Monate musste Glencore auf das Ok aus der Volksrepublik warten, nun erteilte das chinesische Handelsministerium seine Zustimmung zu der seit langem geplanten Fusion mit Xstrata – allerdings nur unter Auflagen.

Das logo von Xstrata am Unternehmenssitz in der Schweiz: Die Fusion von Xstrata und Glencore ist genehmigt. Reuters

Das logo von Xstrata am Unternehmenssitz in der Schweiz: Die Fusion von Xstrata und Glencore ist genehmigt.

Peking/FrankfurtChina gibt grünes Licht für den Milliarden-Zusammenschluss der Rohstoffkonzerne Glencore und Xstrata. Das Handelsministerium genehmigte am Dienstag die Fusion der beiden in der Schweiz ansässigen Unternehmen unter Auflagen.

Binnen drei Monaten muss sich der neue Konzern von einer Kupfermine in Peru trennen, wie das Ministerium im Internet mitteilte. Zugleich muss Glencore bis 2020 jährlich bestimmte Mengen an Kupfer, Zink und Blei seinen chinesischen Kunden zur Verfügung stellen.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Platz 5

Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern machte 2014 insgesamt 20,4 Milliarden Dollar Umsatz. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg,

Platz 4

Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.

Platz 3

Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

Platz 2

Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.

Platz 1

BHP Billiton

Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.

Den Titeln beider Rohstoffkonzerne hat die Genehmigung am Dienstag Auftrieb gegeben. Die Aktien von Xstrata waren im britischen Leitindex mit einem Aufschlag von 5,9 Prozent auf 1023 Pence Spitzenreiter. Glencore verteuerten sich um 4,7 Prozent auf 336 Pence.

Der Rohstoffhändler Glencore hatte den Zusammenschluss mit dem Bergbaukonzern Xstrata wiederholt verschoben, weil die Zustimmung der chinesischen Behörden noch ausstand. China ist der wichtigste Absatzmarkt für die Rohstoffe, die Glencore im Angebot hat. Mit einem Volumen von 35 Milliarden Dollar handelt es sich um die größte Fusion in der Branche.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.04.2013, 13:55 Uhr

Wenn Glencore seine Kupfermine in Peru an China verkauft würden sie China so auch beträchtliche Mengen an Kupfer zur Verfügung stellen.

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