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13.01.2003

08:00 Uhr

Betrachtet man allein den Aktienkurs, müsste man annehmen, vom einstigen Börsenliebling Cisco sei nicht mehr viel übrig. 80 Euro kostete ein Anteil Mitte 2001, 13 sind es jetzt noch.

Ein Blick in die Zahlen jedoch sorgt für Verwunderung: So tot ist der Netzwerk-Spezialist nicht. Die Brutto-Gewinnspanne stieg innerhalb eines Jahres von 55 auf 69 Prozent, trotz 36 Prozent weniger Einnahmen erhöhte der Netzwerk-Spezialist sein Cash-Polster im ersten Quartal (das am 26. Oktober endete) um eine Milliarde Dollar.

Ein wenig Zahlenkosmetik half dabei: Der Niedergang des Geschäftsfeldes Telekommunikation hob die durchschnittliche Gewinnspanne, denn hier waren die Margen schon immer geringer. Doch vor allem steckt schmerzhaftes Kostenmanagement hinter den guten Zahlen: 6 000 Mitarbeiter mussten gehen, ganze Werke wurden geschlossen, die Lagerhaltung auf ein absolutes Minimum zurückgefahren.

Die Zahl der Zulieferer wurde mehr als halbiert, um bei den verbleibenden 650 größere Mengen einzukaufen – und bessere Rabatte durchzudrücken. In den kommenden zwölf Monaten werden 300 weitere Zulieferer von der Liste gestrichen. Den Blues singen also die Kleinen: So gab Chip-Hersteller Integrated Device Technology eine Gewinnwarnung heraus, weil seine Fabrik in Oregon nur noch halb ausgelastet ist. Grund: weniger Bestellungen von Großkunde Cisco.

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