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13.01.2003

08:00 Uhr

Eine jährliche Gebühr, damit man immer die neueste Programmversion hat? Eine Idee, die Microsoft von Oracle übernahm und vergangenes Jahr in den Markt druckte. Viel Kunden reagierten sauer, aber "rund zwei Drittel aller großen Unternehmen in den USA haben den Vertrag unterzeichnet", schätzt Analyst Rick Sherlund von Goldman Sachs. Großer Vorteil dabei: Ein ständiger und bestens kalkulierbarer Geldfluss.

Sein Kollege Robert Schwartz von Thomas Weisel Partners glaubt sogar an einen Doppeleffekt: Viele Unternehmen kauften eine neue Windows-Version, stellten dann fest, dass ihre Computer dafür nicht leistungsfähig genug sind - und legen dann noch neue Rechner mit neuen Versionen aller Microsoft-Programme zu.

Zusätzliche Einnahmen ohne große Aufwendungen sind erzielt Microsoft außerdem durch geschicktes Marketing: PC-Käufer sind überzeugt, dass sie die bestmögliche Windows-Version haben müssen. So werden in den USA zwei Drittel aller PC mit der Profi-Version von Windows XP verkauft, obwohl die meisten Privatanwender mit der Normalausgabe auskommen dürften. Diese Profi-Variante kostet PC-Herstellern (die Betriebssysteme für Privat-PC kaufen und aufspielen) 85 Dollar, die Privatausgabe nur 45 Dollar - entsprechend höher ist Microsofts Gewinnspanne.

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