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13.01.2003

08:00 Uhr

Lebte Oracle nur von neuen Kunden, Firmenchef Larry Ellison hätte es sich vielleicht überlegt, eine kostspielige Yacht in den America’s Cup zu schicken. Immer weiter sinkt die Zahl neuer Software-Lizenzen.

Wer nun glaubt, der Spezialist für Server ringe ums Überleben, irrt: Das Cash-Polster stieg vergangenes Jahr auf 5,5 Milliarden Dollar. Denn heute sind Beratungshonorare, jährliche Gebühren für neue Software-Versionen und technische Hilfe erheblich sicherere Einnahmen als der Verkauf von Programmen an Oracle-Neulinge. „Ein großer Teil unseres Profits kommt aus diesem Bereich“, gibt Finanzvorstand Jeff Henley zu. Die Idee, für neue Versionen eine Art Abonnement zu vergeben, das günstiger ist, als ständig neue Varianten zu kaufen, hat auch Microsoft gefallen.

Das zweite Erfolgsgeheimnis: Durch drastische Kostenkürzungen gelang es Oracle, seine Ausgaben so weit herunterzufahren, dass sie auf gleicher Höhe mit den Erlösen aus Dienstleistungen liegen. Ergo: Jeder neue Software-Kunde ist damit purer Profit. Das bemerken auch Branchenbeobachter: „Sie haben bei der Kostenkontrolle einen sehr soliden Job während einer harten Zeit gemacht“, lobt Analystin Betsy Burton vom Marktforscher Gartner.

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