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20.03.2014

13:22 Uhr

Unternehmens-Umstrukturierung

Bilfinger blickt optimistisch nach vorn

2013 lief gut, das kommende Jahr soll noch besser werden: der Bilfinger-Konzern trennt sich von unrentablen Sparten und akquiriert in anderen Bereichen neue Unternehmen hinzu. So sollen die Gewinne noch ausgebaut werden.

Er war für seinen Wechsel aus der Politik kritisiert worden – doch als Vorstandsvorsitzender des Konzerns Bilfinger scheint Roland Koch Vieles richtig zu machen: Dem Konzern geht es gut. dpa

Er war für seinen Wechsel aus der Politik kritisiert worden – doch als Vorstandsvorsitzender des Konzerns Bilfinger scheint Roland Koch Vieles richtig zu machen: Dem Konzern geht es gut.

MannheimDie Konjunkturerholung in den Industrieländern und das Ende der Euro–Krise sollen die Auftragsbücher beim Bau- und Ingenieurdienstleister Bilfinger in diesem Jahr füllen. Ob Industrieanlagen, Kraftwerksbau oder im Baugeschäft – der Mannheimer Konzern rechnet in all seinen Betätigungsfeldern mit stärkerem Wachstum. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) soll nach 409 Millionen Euro im vergangenen Jahr deutlich steigen, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns. Die Leistung soll von 8,5 Milliarden Euro auf 9 Milliarden Euro zulegen. „Die Aussichten von Bilfinger für 2014 und die folgenden Jahre sind positiv“, sagte Chef Roland Koch. Der Konzern werde sich durch weitere Akquisitionen gezielt verstärken. Seit Kochs Amtsantritt 2011 hat der MDax -Konzern schon mehr als zwei Dutzend Firmen übernommen.

Bei der Profitabilität will Bilfinger in diesem Jahr in allen Geschäftsfeldern – bis auf das klassische Baugeschäft, aus dem sich der Konzern schon seit längerem zurückzieht – die selbst gesteckten Ziele erreichen. Im Industriegeschäft soll die Ebita-Marge auf sechs Prozent steigen (Vorjahr: 5,7 Prozent). Im Kraftwerksbau, der renditestärksten Sparte, werde das außerordentlich gute Ergebnis von über neun Prozent 2013 nicht mehr erreicht und eine Spanne von acht bis 8,5 Prozent angepeilt. Die Gebäude-Dienstleistungen sollen so wie im Vorjahr ungefähr fünf Prozent von der Leistung als Gewinn abwerfen. Das klassische Baugeschäft werde weiter unter der Zielmarke von vier Prozent (Vorjahr: 0,1 Prozent) bleiben, gleichwohl werde sich das Ergebnis nach dem Verkauf des verlustreichen Straßenbaus stark verbessern.

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Bilfinger verschlankt seine Verwaltung, deshalb fallen Stellen weg. Am stärksten bluten muss München. Vorstandschef Koch verspricht eine „ausgefeilte interne Arbeitsplatzbörse“, schließt aber Kündigungen nicht aus.

Von seinem Ziel, im Jahr 2016 ein Konzernergebnis von 400 Millionen Euro zu erreichen, ist Bilfinger unterdessen noch weit entfernt. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten stieg 2013 um drei Prozent auf 249 Millionen Euro. Die Leistung soll in zwei Jahren nach neun Milliarden Euro in diesem Jahr bei elf bis zwölf Milliarden Euro liegen. Das müsse vor allem durch weitere Übernahmen erreicht werden, hieß es im Geschäftsbericht.

Von

rtr

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