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04.12.2012

16:35 Uhr

Unternehmensberater

Ernst & Young wächst trotz Preiskampf

Im Kampf mit Konkurrenten wie KPMG und PwC sind die Preise zwar gesunken. Ernst & Young wächst im abgelaufenen Geschäftsjahr dennoch. Die Wirtschaftsprüfung allein ist dafür allerdings nicht verantwortlich.

Das Logo der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in Berlin. dapd

Das Logo der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in Berlin.

FrankfurtDie Steuerberater laufen den Wirtschaftsprüfern bei Ernst & Young in Deutschland allmählich den Rang ab. Während die Abschluss- und Bilanzprüfer unter dem Preiskampf in der Branche leiden, wuchs das Geschäft mit der Steuerberatung von Unternehmen und bei Übernahmen im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende Juni) um mehr als neun Prozent, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung von Ernst & Young in Deutschland, Georg Graf Waldersee, am Dienstag in Frankfurt sagte.

Die Steuerberatung machte damit 35,9 Prozent, die um 1,5 Prozent geschrumpfte Wirtschaftsprüfung nur noch 36,1 Prozent des Umsatzes von 1,22 Milliarden Euro aus. Deutschlandweit und weltweit stieg der Umsatz um sieben Prozent.

Lukrativer sind Steuer- und Transaktionsberatung überdies, wie Graf Waldersee sagte. 2012/13 könnte der Umsatz der Steuerberater und -juristen die Erlöse der Wirtschaftsprüfer sogar überrunden. In der Transaktionsberatung, die 2011/12 trotz der Flaute bei Firmenübernahmen und Börsengängen um mehr als ein Fünftel wuchs, komme Ernst & Young der Appetit chinesischer Unternehmen auf deutsche Firmen zugute.

Insgesamt rechnet Ernst & Young Deutschland 2012/13 wieder mit einem Umsatzwachstum von sieben Prozent - wie schon in den ersten vier Monaten. Anders als etwa in Frankreich prüft Ernst & Young hierzulande vorwiegend große Mittelständler, die Bilanzen der Großkonzerne teilen sich die Rivalen KPMG und PwC. Bei großen Ausschreibungen seien die Preise zum Teil um mehr als zehn Prozent gedrückt worden, berichtete Graf Waldersee. "Die Finanzvorstände sind sich aber bewusst, dass es Untergrenzen gibt", fügte er hinzu.

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Bei Neueinstellungen drückt Ernst & Young etwas auf die Bremse. Nur noch 1000 bis 1200 Neuzugänge wolle das Unternehmen in diesem Geschäftsjahr anheuern, sagte der Firmenchef. "Wir müssen uns an die Konjunkturentwicklung anpassen." 2011/12 waren es noch 1600 Einstellungen, die die Mitarbeiterzahl um knapp 700 auf 7700 nach oben trieben.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

04.12.2012, 16:51 Uhr

Haufenweise Typen die überbezahlt einen Blödsinn von sich geben, den sie irgendwo schriftlich gelernt haben aber von der Praxis oftmals keinen blassen Schimmer haben und einfach ihr durchgepauktes Zeugs mit etwas Wichtigtuerei verpacken damit es am Ende kompliziert aussieht und teuer verkauft werden kann.

Hatten bei einer Bank mal so einen Heini für Zugangsrechte und einen weiteren für Onlinestrategien....450 Euronen pro Stunde und was da abgeliefert wurde in irgendwelchem Kauderwelch, hätte irgendein drittklassiger Student besser und kompetenter verkaufen können.

Die leben vom Verkauf von sich selbst und finanzieren sich über oftmals blinde Leistungsbezieher.

The_Prodigy

04.12.2012, 17:28 Uhr

Bitte etwas differenzieren. Hier ist die Rede vom WPs/StBs und dem M&A-Geschäft. Die Arbeit der WPs endet meistens in einem Bestätigungsvermerk und die der StBs in einer quantitativ messbaren Steuerersparnis. M&A leitet Unternehmensübernahmen und -fusionen ein und betreut diese. Der Unterschied zu den Unternehmensberatern ist gewaltig, wobei viele einfach nicht differenzieren.

Der_Berater

28.12.2012, 15:24 Uhr

@ The_Prodigy: Kann ich so unterschreiben. Die Beratung ist eine hoch anspruchsvolle Branche, ich selbst kann dies aus meinem Berufsaltag als IT Consultant nur bestätigen. Die meisten Leute (und leider auch viele Klienten) haben keine Vorstellung von der immensen Arbeit die man dort aufwendet! Beraten ist kein Beruf, es ist eine Lebenseinstellung sagte einst ein Dozent von mir - und er hatte Recht.

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