Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2007

10:56 Uhr

Unvollständige Widerrufsbelehrung

Falle an der Haustür

Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht bei Haustürgeschäften ein 14-tägiges Widerrufsrecht des Verbrauchers vor. Ohne entsprechende Belehrung durch den Verkäufer wird diese Frist nicht in Gang gesetzt.

HB DÜSSELDORF. Das gilt nach einer Entscheidung des Landgerichts Koblenz auch dann, wenn es der Verkäufer versäumt, in der Belehrung darauf hinzuweisen, dass Ware und Kaufpreis im Fall der Ausübung des Widerrufsrechts gegenseitig zurückzugewähren sind.

Genau das hatte der Verkäufer einer Multimedia-Lexikothek zum Preis von 2 258 Euro versäumt. Als die eigentlich vereinbarte 14-tägige Widerrufsfrist schon längst abgelaufen war, schickte der Käufer die Ware einfach zurück. Während das Amtsgericht Montabaur den Käufer in die Pflicht nahm und ihn zur Zahlung des Kaufpreises verurteilte, stellten ihn die Koblenzer Richter wegen der unvollständigen Widerrufsbelehrung von jeglicher Zahlungspflicht frei (Az.: 12 S 128/06).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×