Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.04.2013

17:20 Uhr

US-Baufinanzierer

Ex-Pleitebank Fannie Mae macht Rekordgewinn

Die Schwesterunternehmen Fannie Mae und Freddie Mac mussten in der Krise des US-Finanzsystems mit Milliarden gerettet werden. Nun hat sich der US-Häusermarkt erholt – und die Milliarden an Staatsgeldern fließen zurück.

Der Hauptsitz von Fannie Mae in Washington. Reuters

Der Hauptsitz von Fannie Mae in Washington.

WashingtonFast fünf Jahre nach dem Beinahekollaps des Finanzsystems ist einer der Hauptbeteiligten wieder oben auf. Der mit Steuergeldern gerettete US-Baufinanzierer Fannie Mae vermeldete für das vergangene Jahr den höchsten Gewinn seiner Firmengeschichte. Das immer noch im Staatsbesitz befindliche Unternehmen verdiente unterm Strich 17,2 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Euro). Im Jahr 2011 hatte Fannie Mae noch einen Verlust in ähnlicher Größenordnung verbucht. An der Börse legten die Aktien des Konzerns daraufhin um mehr als 17 Prozent zu.

Als Grund für die Wende führte Fannie Mae am Dienstag vor allem die Erholung auf dem US-Häusermarkt an. Die Preise für Eigenheime haben angezogen und die Hausbesitzer zahlen ihre Kreditraten wieder zuverlässiger. Diese Entwicklung war bereits den privaten Banken zugute gekommen. „Wir gehen davon aus, dass wir auch in den kommenden Jahren starke Gewinne einfahren werden“, erklärte Firmenchef Timothy Mayopoulos in Washington. Für 2012 seien keine außerordentlichen Steuereffekte gebucht worden, die sich theoretisch auf bis zu 59 Milliarden Dollar belaufen könnten.

Das sind die größten Banken der Welt

Platz 10

Die Commonwealth Bank of Australia eröffnet die Top Ten der größten Banken der Welt nach Marktkapitalisierung. Das Institut mit Sitz in Sydney verfügt über einen Börsenwert von 81 Milliarden Euro.

Stand: 08. Januar 2013, Quelle: Thomson Reuters

Platz 9

Die Citigroup ist die neuntgrößte Bank der Welt. Die US-Großbank hat einen Börsenwert von 96 Milliarden Euro.

Platz 8

Mit knappen Vorsprung belegt die Bank of America Rang acht im Ranking. Das US-Institut verfügt über eine Marktkapitalisierung von 101 Milliarden Euro.

Platz 7

Die Agricultural Bank of China kommt auf Platz sieben. 114 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

Platz 6

Auch der sechste Rang geht an ein Institut aus dem Reich der Mitte – die Bank of China. 125 Milliarden Euro ist das Geldhaus an den Börsen wert.

Platz 5

JP Morgan Chase eröffnet die Top Fünf. 132 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

Platz 4

Die US-Großbank Wells Fargo scheitert knapp am Treppchen des Rankings. Der Börsenwert beträgt 140 Milliarden Euro. Nur drei Banken sind mehr wert.

Platz 3

Die HSBC kann sich über den Bronzerang freuen. Der Börsenwert des Instituts beträgt 151 Milliarden Euro.

Platz 2

Die China Construction Bank kommt auf Platz zwei mit einer Marktkapitalisierung von 195 Milliarden Euro. An den Spitzenreiter kommt das Institut damit aber noch lange nicht heran.

Platz 1

Die Industrial and Commercial Bank of China hat einen gigantischen Börsenwert von 227 Milliarden Euro. Die Bank ist die größte der Volksrepublik, auch wenn man die Bilanzsumme heranzieht.

Fannie Mae und das Schwesterunternehmen Freddie Mac spielen bei der Stabilisierung des US-Häusermarkts eine entscheidende Rolle. Sie sichern indirekt den Großteil der Hypotheken im Land ab. Deshalb hatte die Regierung die beiden Baufinanzierer in den Turbulenzen des Krisenjahres 2008 aufgefangen. Auch dem kleineren Schwesterinstitut Freddie Mac geht es wieder besser. Dieser kam 2012 auf einen Rekordgewinn von elf Milliarden Dollar.

Ein Teil der Gewinne fließt nun nach Washington, um die Schuld zu tilgen. Langfristig ist angedacht, die staatliche Baufinanzierung auf neue Beine zu stellen.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Tom

02.04.2013, 17:45 Uhr

"...langfristig ist gedacht den Finanzierer wieder auf die eigenen Beine zu stellen."

Wo doch nun solche Gewinne angehäuft werden kann der der Präsident doch die erheblichen Einnahmen für die Reduzierung der Neuverschuldung der USA einsetzen. -Die Steuergelder sind doch optimal investiert... Die Kuh die Milch gibt schlachtet man doch nicht!
Also zusmmengefaßt läuft es doch so, der Präsident pokert mit den Steuern darauf, daß der Finanzierer nicht pleite geht, dazu nutzt er billiges Notenbankgeld, die Notenpresse wird also angeworfen und dem Präsidenten ddie Scheine rübergeschoben. Der Häuslebauer hat vom auffangen des Finanzierer nichts, auch werden die Zinsen nicht erheblich gesenkt - sonst verdienst der Finanzierer nicht und die USA stehen am Ende ohne Ertrag da.

Erinnert irgendwie an Zypern, Gled wird angelockt und in grichische Anlehen etc. investiert, die Wette läuft. Grichenland geht Pleite, Zypern hinterher... so weit so gut.
Also geht Zypern daher direkt in das Spielcasino und eröffnet welche, um damit die Staatskassen zu sanieren.

Puhhh...wenn der deutsche Finanzminister das versteht - und er ist sicherlich kein Dummer - dann Frage ich mich: In welchen Spielcasino sitzt Deuschland?

Account gelöscht!

02.04.2013, 17:59 Uhr

13.09.2012. Der Offenmarkt-Ausschuss der Federal Reserve hat die nächste Geldschwemme beschlossen. Bei näherem Hinsehen wirkt die Entscheidung wie ein Gruß aus der geschlossenen Anstalt. Die Steuerzahler werden von dem Geldsegen keinen müden Cent sehen.
Das neue Programm zum Aufkauf von Anleihen bezieht sich in einem ersten Schritt auf verbriefte Hypothekenpapiere (Mortgage Backed Securities, MBS). Die Notenbank will jeden Monat für 40 Milliarden Dollar MBS vom Markt kaufen.

Man gebe 40 Milliarden x Monate =
Und erhalte dafür ... 17,2 Milliarden $. Tolles Geschäft. Oder sehe ich da was falsch?

Bis dato sitzen die Banken immer noch auf gigantischen Immobilienbeständen, die nur zu einem Bruchteil am Markt angeboten werden, um den Preisverfall nicht noch weiter zu beschleunigen.
Würde man die Bücher auf die tatsächlichen Immobilienwerte korrigieren, tja, das wäre das Ende von zigtausend Banken. Was sagt uns das?

Alles nur eine Frage der Darstellung und der "kreativen" Buchführung. Kennen wir ja schon aus Griechenland.
Bei den Gewerbeimmobilien sieht es noch schlimmer aus. Immer mehr Einkaufscenter stehen nutzlos in der Pampa rum, wo vor allem deutsche Banken mit gigantischen Krediten involviert sind. Von einem Aufschwung ist weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil. Das einzige wo es aufwärts geht – das sind die Suppenküchen.

Welt.Online: +++ 47 Millionen US-Bürger leben von Lebensmittelmarken +++

Der erträumte Aufschwung – Eine Fata-Morgana. In den USA und in der Eurozone.

Insider

02.04.2013, 18:13 Uhr

Die FED kauft exakt die Summe auf,die vorher den "ahnungslosen" Europäern "AAA" geratet monatlich untergejubelt wurden.Das geht nun nicht mehr,also muss sie einspringen.
Das Problem,damit holt man sich auch das Risiko in´s eigene Haus.Den platzt die Blase nun,sitzen nicht die Europäer,sondern die FED auf den Schulden fest.Außerdem stellt sich die Frage:Wenn die Papiere wirklich so gut sind-wie die FED vorgibt,warum nimmt sie dann den Banken das gute Geschäft weg und interveniert selber am Markt...? Diese Frage sollte sich jeder mal stellen!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×