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14.02.2013

07:48 Uhr

US-Diätfirma

Abnehmen wie ein Mann

VonEsra Gürsel

Die Fastenzeit hat begonnen und der US-Diät-Firma Weight Watchers laufen die Kunden davon. Um dem Trend entgegen zu wirken, will das Unternehmen eine neue Zielgruppen hinzu gewinnen: Männer. Das Potenzial ist riesig.

Weg mit den überflüssigen Pfunden: Oliver Kahn wirbt für Weight-Watchers-Produkte. dpa

Weg mit den überflüssigen Pfunden: Oliver Kahn wirbt für Weight-Watchers-Produkte.

Köln/DüsseldorfFür dutzende Frauen in einem hellen Raum dreht sich an diesem Abend alles um die Zahl, die ihnen die Waage zeigt. Es geht um Sattmacher, die ungebändigte Lust am Essen und die Versuchung im Supermarkt.

Mit ihrem Coach im Weight Watchers Center in der Kölner Innenstadt besprechen sie angeregt ihre Diät-Erfolge und Probleme. Unter ihnen, ruhig im Hintergrund, drei Männer. Sie wollen ebenfalls abnehmen.  

Das US-amerikanische Unternehmen Weight Watchers, weltweit größter Anbieter von Gewichtsmanagement-Programmen, hat die Männer für sich entdeckt – die beleibten Männer um genau zu sein. Seit Anfang des Jahres bietet das Unternehmen ein spezielles Diätprogramm für Männer an und schickt Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn auf Werbetour.

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Das hat einen Grund: Den Abspeckhelfern laufen die Kunden davon. Gestern Nacht enttäuschte das Unternehmen mit einem Ausblick auf die Jahresergebnisse, der weit unter den Erwartungen lag, die Aktie gab an der New Yorker Börse um 15 Prozent nach. Für das erste Quartal des Jahres erwartet Weight Watchers einen Umsatzrückgang im zweistelligen Bereich.

Bisher war Weight Watchers ein eher typisch weiblich geprägtes Produkt. Doch mit dem Vorpreschen in den Bereich der Männergesundheit eröffnet sich dem Unternehmen ein durchaus lukrativer Markt.

Laut Robert Koch-Institut zählen derzeit rund 67 Prozent der deutschen Männer als übergewichtig oder adipös – bei Frauen sind es 53 Prozent. Eine Entschlackung ist nicht in Sicht: Seit Ende 2011 leiden nach einer Studie der Universität von Melbourne weltweit 1,5 Milliarden Erwachsene unter Übergewicht, weitere 500 Millionen unter Adipositas. Tendenz steigend.

Kommentare (7)

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Lorenz

14.02.2013, 08:30 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

14.02.2013, 09:05 Uhr

mir persönlich ist das ja alles schleierhaft; wer sich nicht den ganzen Tag die ganze Lebensmittelchemiescheisse reinkippt und sich bewegt und nicht nur vor der Glotze rumhängt, kann doch gar nicht übergewichtigt sein.

Normal essen, normal bewegen. Und gefälligst kein Zucker oder extremst wenig. Aber wenn ich schon den Werbespot " mach dir Freude auf " höre, sollte man Bescheid wissen wie Prävention in Deutschland wohl läuft. Und immer wieder das Thema: Lebensmittelampel.


Account gelöscht!

14.02.2013, 09:28 Uhr

Einer von diesen flüssigen, weil überflüssigen Einrichtungen wenn man sich gesund ernährt und weiß was man sich in sich rein stopft. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, war Ernährungslehre ein Pflichtfach, Teil einer Sozialerziehung, an der Jungens merkwürdigerweise nur theoretisch teilnehmen durften, kochen durften nur die Mädchen.
Heute kommen Fragen in Foren wie man denn Pferdefleisch von Schweinefleisch unterscheiden kann, die nächste Frage wird sein wie ein Kohlrabi aussieht und die chemische Zusammensetzung von Milch, weil niemand wer weiß das diese von einer Kuh kommt.
Der Einheitsgeschmackssinn gepaart mit Einheitssinnlichkeit und Wahrnehmung. An den Folgekosten wird die Allgemeinheit beteiligt, je fetter desto besser, das gibt Umsatz.

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