Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.08.2011

10:41 Uhr

USA-Führungskräfte

Karrierefrauen übernehmen die Weltwirtschaft

VonPetra Engelke

Ein Wochenseminar in den USA bereitet weibliche Führungskräfte auf Entscheidungen im globalen Geschäft vor. Unternehmen wie JP Morgan, Boeringer-Ingelheim und John Deere schicken ihre besten Talente. Ein Ortsbesuch.

Die Beine von Businessfrauen. Quelle: dapd

Die Beine von Businessfrauen.

NorthamptonVon der hohen Decke bis zum Fußboden wallen tomatenrote Vorhänge, auf dem Parkett verteilen sich acht große, runde Tische, mit Damastdecken in Lila und Rosa geschmückt, große Tischkarten weisen Gästen den Platz zu. Der Carroll Room am Smith College sieht fast so aus, als würde abends ein feierliches Bankett stattfinden.

Doch in der Mitte der Tische stehen keine Blumenbouquets, sondern Mikrofone. Und die Gäste kommen schon morgens um Viertel nach acht. 43 Führungskräfte aus sieben Ländern lassen sich hier eine Woche lang darauf vorbereiten, weltweite Verantwortung für ihr Unternehmen zu übernehmen. Und es ist nur ein einziger Mann im Raum.

Nach Innovation und Umgang mit multikulturellen Teams ist heute die globale Wirtschaft das Tagesthema beim Smith-Tuck Global Leaders Program for Women, das das Smith College in Zusammenarbeit mit der Tuck School of Business at Dartmouth veranstaltet.

Aber bevor der Globalisierungsexperte Matthew Slaughter, besagter Hahn im Korb, sein Intensivprogramm beginnt, tritt erst einmal Iris Newalu ans Rednerpult. Die Direktorin der Executive Education-Abteilung am Smith College lässt nicht nur die Inhalte des vergangenen Tages Revue passieren; sie pocht auch auf ihr besonderes Anliegen: Reflexion.

Als das größte reine Frauencollege der USA bietet Smith bereits seit über 30 Jahren Sonderprogramme für Frauen an, die erfolgreich im Berufsleben stehen. „Wir geben vielbeschäftigten Führungskräften die Gelegenheit, einen Schritt zurückzutreten, weg vom Getümmel des Berufslebens, der Geschäftigkeit ihrer Projekte und all den Anforderungen in ihrem Leben, um einmal zu reflektieren“, sagt Newalu über die stille Phase, die in allen Programmen ihrer Abteilung fest installiert ist. „Wir geben ihnen einen Fahrplan, wie sich in sich gehen können.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×