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09.02.2004

15:31 Uhr

Vater der C-Klasse

Ex-Mercedes-Chef Werner gestorben

Mit 67 Jahren ist der ehemalige Manager von Mercedes Benz, Helmut Werner, gestorben. Werner erlag am vergangenen Freitag in einem Berliner Krankenhaus einer schweren Krankheit.

HB STUTTGART. Dies bestätigte Daimler-Chrysler am Montag. Zwei Tage zuvor hatte er noch eine Veranstaltung in Stuttgart moderieren sollen, musste aber wegen seiner angegriffenen Gesundheit absagen.

Der Automanager stand von 1993 bis 1997 an der Spitze der Mercedes-Benz AG. Dort setzt er eine Neuorientierung durch und steuerte Mercedes in neue Marktsegmente. Zuvor war er im Stuttgarter Autokonzern für das Nutzfahrzeuggeschäft zuständig gewesen. Als der ehemalige Dasa-Chef Jürgen Schrempp 1995 die Führung im Daimler-Benz- Konzern übernahm, entwickelte sich ein Marktkampf zwischen den beiden selbstbewussten Managern, den Schrempp schließlich gewann. Daraufhin verließ Helmut Werner das Unternehmen.

Der am 2. September 1936 in Köln geborene Werner verfolgte in den 80er Jahren als Vorstandsvorsitzender des Reifenherstellers Continental AG früh den Weg, das Hannoveraner Unternehmen mit nationalen und internationalen Akquisitionen fit für den Weltmarkt zu machen. Nachdem er den Reifenkonzern erfolgreich umgekrempelt hatte, wurde die Stuttgarter Daimler-Benz-Spitze auf ihn aufmerksam. Als er im November 1987 als Nutzfahrzeugchef in den Südwesten ging, war schnell klar, dies dies nicht das Ende seiner Karriere beim Automobilkonzern bedeutete.

Folgerichtig wurde er 1993 Chef beim ältesten Pkw-Bauer der Welt. Zwar erfüllte sich seine damalige Prognose „Mercedes-Benz wird bis zum Jahr 2005 die Nummer Eins in der automobilen Welt in punkto Qualität, Innovation, Image und Profitabilität sein“ nicht, aber Werner stand für den Weg, vergleichweise preiswerte Automobile zu entwickeln und nach Nischen zu suchen. Dies reichte von der Idee, einen Roadster wie den „SLK“ zu entwickeln, bis hin zum gewagten Projekt des zweisitzigen „Swatch-Autos“, aus dem nach einigen Krisen der erfolgreiche smart wurde. Er gilt auch als Vater der C-Klasse.

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