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16.01.2014

10:50 Uhr

Vattenfall verkauft Netze

Der Triumph der Hamburger

Die Hamburger Bürger hatten entschieden, die Bürgerschaft folgte dem Auftrag: Der Rückkauf der hanseatischen Stromnetze vom Energieversorger Vattenfall ist besiegelt. Doch ein wichtiger Schritt steht noch aus.

Begehrte Leitungen: Die Hamburger Bürger haben ihr Netz zurückgekauft. Reuters

Begehrte Leitungen: Die Hamburger Bürger haben ihr Netz zurückgekauft.

Hamburg/Düsseldorf Die Stadt Hamburg übernimmt das Stromnetz des Energiekonzerns Vattenfall in der Hansestadt. Beide Seiten hätten sich auf die Details des Handels verständigt, die noch vom Hamburger Senat und den Aufsichtsgremien des Energiekonzerns bestätigt werden müssten, teilten Vattenfall und die Stadt am Donnerstag in Hamburg mit. Auch über das Fernwärmenetz wurde eine Einigung erzielt, die allerdings erst später wirksam wird.

Im Einzelnen wird die Hamburger Vermögensholding HGV zügig 100 Prozent an der Stromnetz Hamburg GmbH sowie an mehreren weiteren Vattenfall-Gesellschaften übernehmen, die dazu zum Teil aufgespalten werden müssen. Den genauen Kaufpreis sollen unabhängige Gutachter festlegen. Er soll vorläufig 550 Millionen Euro für die Stromnetz GmbH betragen, mindestens aber 495 Millionen Euro. Dazu kommen noch die Servicegesellschaften für das Stromnetzgeschäft, deren Kaufpreis ebenfalls von einem Gutachter festgelegt werden.

Für das Vattenfall-Fernwärmenetz erhält die Stadt eine Kaufoption im Jahr 2019. Dieses Netz wird die Hansestadt nochmals mindestens 950 Millionen Euro kosten. Falls Vattenfall bis zum Zeitpunkt der Übernahme ein neues Gaskraftwerk in Wedel baut, beträgt der vertraglich festgelegte Mindestpreis 1,15 Milliarden Euro. Auch hier habe Gutachter das letzte Wort über den Kaufpreis.

Stadt soll Netze kaufen: Hamburger bringen Vattenfall in Bedrängnis

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Die Mehrheit der Hamburger Bürger fordert in einem Volksentscheid den Rückkauf des Energienetzes vom schwedischen Energieversorger. Doch Vattenfall will sich nicht kampflos geschlagen geben.

Nach Informationen des „Hamburger Abendblattes“ saßen die Vertreter von Vattenfall und dem Hamburger Senat am Mittwoch bis Mitternacht beim Notar, um ihre Einigung festzuzurren.

Der Senat vollzieht mit dem Rückkauf den Auftrag des Volksentscheids vom 22. September, in dem sich eine Mehrheit der Hamburger für die Übernahme der Energienetze durch die Stadt ausgesprochen hatte. 50,9 Prozent hatten für die vollständige Rekommunalisierung gestimmt.

Nun muss Hamburg aber noch die Konzession für den Betrieb des Hamburger Stromnetzes erlangen. Die bestehende Konzession läuft im Januar 2015 aus. Bis Herbst soll der Vergabeprozess abgeschlossen sein. Bereits jetzt zeichnet sich ein intensiver Konkurrenzkampf ab.

Kommentare (1)

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HofmannM

16.01.2014, 12:28 Uhr

Wenn da mal aus dem Triumpf kein Misserfolg wird und Hamburg noch mehr in Schulden erstickt.

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