Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.08.2011

17:14 Uhr

VDA-Präsident

Südostasien lockt deutsche Autokonzerne an

VonCarsten Herz

Wer den Anschluss auf dem Automarkt nicht verlieren will, muss sich in Asien stark machen, drängt VDA-Präsident Matthias Wissmann. Doch der Vorsprung der heimischen Konkurrenz ist jetzt schon riesig.

VDA-Präsident Matthias Wissmann. Quelle: dpa

VDA-Präsident Matthias Wissmann.

DüsseldorfDie deutschen Autohersteller rüsten sich in den von der japanischen Konkurrenz dominierten Automärkten Südostasiens zur Aufholjagd und suchen die Schützenhilfe der Politik. „Die deutschen Hersteller und Zulieferer werden ihre Präsenz in dieser wichtigen Region weiter ausbauen“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, dem Handelsblatt (Donnerstagsauagabe).

Die Hersteller lockt dabei ein seit Jahren boomender Markt: Eine aktuelle Studie des Verbandes und der Deutschen Bank sieht in der Region enormes Wachstumspotenzial. „Die Asean-Staaten gehören zu den dynamischsten Regionen weltweit: Seit mehr als zehn Jahren wächst der dortige Automobilmarkt um jährlich 14 Prozent“, sagte Wissmann. Doch bis heute sind die Märkte durch Zollbarrieren abgeschirmt. Wissmann mahnt deshalb mehr Einsatz der Politik an. Es sei unerlässlich, dass sich „die EU intensiv für mehr Freihandel mit den Asean-Staaten einsetzt“, fordert er.

Für die deutschen Hersteller geht es um eine wichtige Wachstumsregion. Der Pkw-Bestand in den sogenannten Asean-Staaten, zu denen neben Indonesien etwa Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam zählen, könnte laut der Studie bis 2015 von zuletzt 26 Millionen auf knapp 40 Millionen im Jahr 2015 steigen. Doch noch sind die Deutschen mit einem Marktanteil von einem Prozent lediglich Nischenanbieter.

Die Studie sieht jedoch bis 2020 ein Absatzpotenzial von etwa 185.000 Fahrzeugen für die deutschen Hersteller in der Region – das wäre mehr als die deutschen Autobauer derzeit nach Spanien exportieren. Der Vorsprung der japanischen Hersteller ist allerdings immens. Dank bilateraler Handels-Abkommen beherrschen japanische Anbieter etwa in Thailand oder Indonesien jeweils mehr als 80 Prozent des Marktes. In der Asean-Region, einem Zusammenschluss von zehn Staaten mit mehr als 570 Millionen Einwohnern, stoßen europäische und amerikanische Autobauer dagegen teilweise auf Einfuhrzölle von bis zu 100 Prozent.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

arjay

27.08.2011, 09:51 Uhr

Mit welcher Kenntnis man nach SOA geht...:
da werden einfach Brunei, Cambodia, Laos und Myanmar als ASEAN-Staaten vergessen!
Glückwunsch und gutes Gelingen.
Arjay Stevens

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×