Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.02.2012

07:25 Uhr

Verfassungsänderung

Ackermann fordert mehr Kompetenzen für EU

Deutschland sollte nationale Souveranitätsrechte auf die EU übertragen und dafür die Verfassung ändern, fordert Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Ein Rückschritt in der Integration käme Deutschland teuer zu stehen.

Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann. dapd

Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann.

BerlinDeutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordert von den EU-Staaten mehr Verzicht auf politische Kompetenzen zur Stärkung Europas. Er plädierte in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung dafür, „zusätzliche nationale Souveränitätsrechte auf die europäische Ebene zu übertragen und auch die Verfassungen der Mitgliedstaaten anzupassen“. Dies wäre kein Opfer, sondern ein Gewinn, betonte Ackermann.

„Denn ohne ein stärker integriertes Europa gibt es, gerade für Deutschland, keine erfolgreiche Zukunft“, mahnte er. „Jeder Rückschritt bei der europäischen Integration kostet ein Mehrfaches dessen, was heute für die Bewahrung der EU und des Euro in Rede steht.“ Die Staatsschuldenkrise in Euro-Ländern habe die Schwächen im Gefüge der EU und der Währungsunion deutlich gemacht.

„In den Krisenländern führt sie zu harten Sparzwängen und wachsender Arbeitslosigkeit. Für Länder wie Deutschland bringt sie milliardenschwere Transferbelastungen mit sich“, führte der Schweizer Spitzenbanker aus. Europa brauche nun eine stärkere Abstimmung der nationalen Wirtschafts- und Finanzpolitiken sowie eine verlässliche Beschränkung der Schuldenaufnahme. „Zwischenstaatliche Vereinbarungen wie der Stabilitäts- und Wachstumspakt reichen dafür nicht aus“, argumentierte Ackermann. „Nötig sind automatische, harte Sanktionen sowie eine enge

Von

rtr

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

AntiAckermann

29.02.2012, 08:04 Uhr

der hat gut reden. seit wann setzt sich ein schweizer für die kompetenzrechte der eu ein? soll er doch erst mal sein eigenes land dazu bewegen, in die eu zu kommen. sein geschwafel kann ich nicht mehr hören. ihm gehts doch eh nur um die gewinne der banken. mein vorschlag wäre. gebt die kompetenzen der nationalstaaten an das europäische volk direkt ab. nur das würde den frieden und stabilität in europa bringen. alles andere ist nur lobbydenken und nützt dem europäischen bürgern nix.

Mazi

29.02.2012, 08:23 Uhr

Versagt in seinem Zuständigkeitsbereich macht große Sprüche und gibt zynische Ratschläge nur um in die Schlagzeilen zu kommen. So kennen wir den Schweizer.

Es ist an der Zeit, dass die deutschen Konten in der Schweiz an den deutschen Staat übereignet werden und jeder, der berechtigt ist, vom deutschen Staat sein Geld in Deutschland zurück verlangen kann.

Bei diesem Verfahren wird niemand betrogen, alles ist rechtens und die Schweiz konzentriert sich wieder auf sich selbst.

Auch die Provisionszahlungen (nützliche Aufwendungen) an die Politiker würden in der Schweiz aufgedeckt und wir bekämen mehr Systemverständnis für die Zusammenhänge.

Gleiches wäre auch für andere EU-Staaten praktizierbar.

Account gelöscht!

29.02.2012, 09:16 Uhr

Mit Verlaub:
Wenn dem Kerl langweilig ist, soll er einem Schwein erklären, warum es ihm gut ist, sich beim Schächter anzumelden und uns in Ruhe lassen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×