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14.04.2014

17:30 Uhr

Vergangene zehn Jahre

Vergütung für Dax-Aufseher fast 90 Prozent gestiegen

ExklusivZehn fette Jahre für Aufsichtsräte: Einer Analyse zufolge konnten die Aufseher der 30 Dax-Konzerne ihre Vergütung seit 2004 um fast 90 Prozent steigern. Der Top-Verdiener unter den Räten sitzt in Wolfsburg.

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch: Von allen Dax-Aufsehern verdiente der VW-Mann am meisten. Reuters

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch: Von allen Dax-Aufsehern verdiente der VW-Mann am meisten.

DüsseldorfDie Gesamtvergütung der Aufsichtsräte aller 30 Dax-Konzerne ist in den vergangenen zehn Jahren von 41,942 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 78,377 Millionen Euro im Jahr 2013 gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 86,87 Prozent, wie eine Zehn-Jahres-Analyse des Gummersbacher Vergütungsexperten Heinz Evers für das Handelsblatt (Dienstagsausgabe) zeigt.

Die höchste Bezahlung im vergangenen Jahr erhielt VW-Patriarch Ferdinand Piëch, der als Chefaufseher des Wolfsburger Autobauers 1,189 Millionen Euro erhielt. Ihm folgen Paul Achleitner als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank mit einer Vergütung von 646.000 Euro und Gerhard Cromme, der für seine Tätigkeit im Kontrollgremium des Münchener Industriekonzerns Siemens 617.000 Euro bekam.

Die Gründe für die Gehaltssteigerungen liegen in der Tatsache, dass die Aufsichtsräte der Dax-Konzerne ihren Einfluss ausweiten und sich verstärkt in die operative Führung der Unternehmen einbringen. Die Trennung zwischen Vorstand und Aufsichtsrats sei „faktisch überholt“, sagt Manfred Gentz, der Vorsitzende der Corporate Governance Kommission für gute Unternehmensführung, dem Handelsblatt. Der klassische Kontrolleur deutscher Provenienz verwandele sich mehr und mehr in einen aktiven Chairman nach britischem Vorbild.

Den vollständigen Gehaltsreport und Bericht zum neuen Selbstverständnis von Aufsichtsräten lesen Sie im Themen-Paket im Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Von

bwa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.04.2014, 18:38 Uhr

mondahu ist auch einer von denen, den Aufsichtsräten, aber nicht mehr lange. Nach Macht begehrt er nicht mehr. Er hat dagegen eher den Eindruck gewonnen, daß sein Sachverstand immer weniger gefragt ist und ein Aufsichtsrat eher als Prellbock und ggflls als Sündenbock gebraucht wird. Dafür sind die Vergütungen eher zu niedrig als zu hoch.

Schon der letzte Sachsenkönig hat's gesagt: „Nu da machd doch eiern Drägg alleene.“

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