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21.08.2012

12:03 Uhr

Vergleich

Middelhoff und Esch einigen sich im Jachten-Streit

Rund drei Millionen Euro hatte der umstrittene Fondsmanager Josef Esch vom Ex-Arcandor-Chef gefordert. Es ging um Unterhaltskosten für Middelhoffs Luxusjacht. Jetzt haben sich die Parteien überraschend geeinigt.

Thomas Middelhoff (Bild) und Josef Esch haben sich außergerichtlich geeinigt. dpa

Thomas Middelhoff (Bild) und Josef Esch haben sich außergerichtlich geeinigt.

BielefeldDer frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und sein ehemaliger Vermögensverwalter Josef Esch streben eine außergerichtliche Einigung an. Beide Seiten hätten sich im Streit um Millionenkosten der Middelhoff-Luxusjacht Medici und Flugkosten verglichen, sagte Middelhoffs Anwalt Winfried Holtermüller der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag. Auch die weitergehenden Differenzen sollten einvernehmlich im Rahmen eines Gesamtvergleichs beigelegt werden.

Eigentlich hatte am Mittwoch das Bielefelder Landgericht über Forderungen Eschs und anderer Beteiligter an Middelhoff in einer Gesamthöhe von rund drei Millionen Euro verhandeln sollen. Ein Gerichtssprecher sagte, der Termin werde nun voraussichtlich aufgehoben.

Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Chartergebühren und Unterhaltskosten für Middelhoffs 33 Meter lange Luxusjacht „Medici“ vom Typ Mangusta 108 in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Middelhoff selbst erhebt seinerseits allerdings hohe Schadenersatzforderungen gegen Esch, weil er sich durch seinen ehemaligen Vermögensverwalter massiv geschädigt fühlt.

Middelhoff hatte die Jacht vor fünf Jahren von der Firma UKEM GbR gemietet. Dahinter verbergen sich der frühere Aufsichtsratschef der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim, Georg Baron von Ullmann, Josef Esch, Sal.-Oppenheim-Gesellschafter Matthias Graf von Krockow und Middelhoff selbst. Allerdings hält der nur ein Prozent der Anteile an der UKEM.

Die Firma warf Middelhoff Vertragsbruch vor und forderte von ihm eine Nachzahlung einschließlich Zinsen. Doch Middelhoff sah das noch Mitte Juni ganz anders: Für ihn war der „Medici“-Vertrag keine herkömmliche Anmietung, sondern ein Mietkauf. Der Vertrag ist klar geregelt. Alle Raten dienten dazu, dass das Boot nach Vertragsende in das Eigentum von Middelhoff gelangt“, sagte sein Anwalt Holtermüller dem Handelsblatt Mitte Juni. Der Stuttgarter Advokat sprach von einem „Abzahlungskauf“.

Kommentare (5)

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thiemev

21.08.2012, 13:18 Uhr

Pack schlägt sich, ....

Frank

21.08.2012, 13:26 Uhr

Middelhoff ist mittlerweile da angekommen, wo er hongehört: Marseille-Kliniken

beobachter

21.08.2012, 13:27 Uhr

middelhoff ist ein blender.

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