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03.02.2014

14:02 Uhr

Verkauf an Grove

Hochtief trennt sich von Aurelis-Anteil

Der Baukonzern Hochtief verkauft seine Anteile an dem Immobilienunternehmen Aurelis. Käufer ist ein Investmentkonsortium unter der Führung von Grove International. Der Preis ist noch nicht bekannt.

Hochtief ist 2007 bei Aurelis eingestiegen. dpa

Hochtief ist 2007 bei Aurelis eingestiegen.

DüsseldorfHochtief -Chef Marcelino Fernandez Verdes arbeitet mit der Trennung von der Immobilienbeteiligung Aurelis seine Verkaufsliste weiter ab. Hochtief habe nach längerer Käufersuche Verkaufsvereinbarungen für seinen Aurelis-Anteil von 50 Prozent unterzeichnet, teilte der Konzern am Montag mit. Der Verkaufspreis liege „etwa auf Höhe des Buchwerts mit Stand 30. November 2013“.

In einer Hochtief-Präsentation aus dem vergangenen Jahr war der Buchwert des Anteils auf rund 250 Millionen Euro beziffert worden. Der von der spanischen Hochtief-Mutter ACS nach Essen entsandte Verdes hat Hochtief eine Trennung von Randgeschäften verordnet, er will den Konzern auf Profit trimmen. Hochtief-Aktien notierten am Mittag leicht im Minus bei 59,67 Euro.

Ein Anteil an Aurelis von 43 Prozent soll an ein Investorenkonsortium unter Führung von Grove International gehen - Grove kontrolliert bereits 50 Prozent des ehemaligen Bahn-Tochter, wie Hochtief mitteilte. Auch die verbliebenen sieben Prozent würden an einen Investor verkauft.

Hochtief war 2007 zusammen mit der von Star-Investor George Soros gegründeten Gesellschaft Grove International bei Aurelis eingestiegen. Die ehemalige Tochter der Deutschen Bahn ist ein bundesweit aktiver Projekt- und Flächenentwickler. Zu den Projekten gehört etwa das Europaviertel West in Frankfurt. Aber auch in Hamburg, Berlin oder München ist das Unternehmen aktiv. Das gesamte Portfolio von Aurelis umfasste Ende 2012 etwa 13,6 Millionen Quadratmeter Grundstücksfläche.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

„Diese Transaktion ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung unserer Strategie“, erklärte Verdes. Der spanische Manager hatte bereits andere Beteiligungen veräußert. Das Flughafengeschäft hatte Hochtief verkauft, das Service-Geschäft mit knapp 6000 Mitarbeitern ging an die französische Spie-Gruppe. Auch zwei weitere Immobilien-Projektentwicklergeschäft hat Verdes zur Disposition gestellt. Verdes will Hochtief auf das Infrastrukturgeschäft rund um Verkehr, Energie und Städtebau konzentrieren. Zudem will er den Anteil an der australischen Tochter Leighton ausbauen.

Von

rtr

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