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04.03.2013

11:56 Uhr

Verkauf des Service-Geschäfts

Strabag klopft bei Hochtief an

Hochtief hat zahlreiche Interessenten für sein Service-Geschäft, im In- und Ausland. Einer davon ist der österreichische Baukonzern Strabag. Es gebe „vermutlich eine perfekte strategische Passung“, heißt es.

Bauarbeiter von Strabag in Köln: „Perfekte strategische Passung“ dpa

Bauarbeiter von Strabag in Köln: „Perfekte strategische Passung“

Wien/DüsseldorfDer österreichische Baukonzern Strabag hat Interesse am Service-Geschäft des Konkurrenten Hochtief angemeldet. Es gebe „vermutlich eine perfekte strategische Passung zwischen unserem und Hochtiefs Dienstleistungsgeschäft“, erklärte eine Strabag-Sprecherin am Montag. Strabag wolle im Rahmen eines Bieterverfahrens in die Bücher des Hochtief-Bereichs werfen – „nur so lässt sich feststellen, was das Unternehmen tatsächlich wert ist“, fügte die Sprecherin hinzu. Von Hochtief war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hatte das Service-Geschäft mit 5.700 Beschäftigten zum Verkauf gestellt. Es würden zahlreiche Interessenten erwartet, hatte es im Umfeld des Essener Konzerns geheißen. Der Verkauf des Service-Geschäftes könnte Hochtief bis zu 170 Millionen Euro einbringen, hatte die „Wirtschaftswoche“ am Wochenende berichtet. Dem Blatt zufolge sind auch der finnische Baukonzern YIT, die dänische ISS-Gruppe sowie aus Frankreich der Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci, der bereits in der Vergangenheit Interesse an Hochtief-Teilen angemeldet hatte, und der Dienstleister Cofely interessiert.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

Koninklijke Bam Groep (Niederlande) – 6,98 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus dem niederländischen Bunnik bei Utrecht ist europaweit tätig und hat rund 19.500 Mitarbeiter.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 10,76 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 10,6 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 12,4 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,31 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 15,35 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 31,77 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2016 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 31,98 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,07 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2016 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von 1,1 Prozent.

Quelle: Deloitte

Als potenzielle inländische Käufer nannte das Magazin unter anderem den Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger. Ein Sprecher von Bilfinger sagte, der Konzern verfolge seit Jahren eine Strategie, um durch Akquisitionen zu wachsen. „Alles weitere sind Spekulationen“, ergänzte er.

Verdes hatte angekündigt, Hochtief auf Profit trimmen zu wollen. Der Konzern solle sich wieder auf seine Wurzeln besinnen: den klassischen Baubereich. Dazu will sich Hochtief von der Hälfte seines Europa-Geschäftes trennen. Außerdem wolle Hochtief auch weiterhin sein Flughafengeschäft veräußern, hatte der vom spanischen Großaktionär ACS entsandte Manager gesagt.

Ausländische Bieter: Service-Geschäft könnte Hochtief 170 Millionen Euro bringen

Ausländische Bieter

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.03.2013, 17:56 Uhr

Wie schon anfangs, während der Übermahme kolportiert wurde, hat ACS vor, Hochtief teilweise zu zerschlagen, um eigene, schon cor der Übername vorhandene Finanzprobleme zu lösen.
Bedauerlicherweise hatte Hochtief seine Aktionäre vorher nicht verwöhnt und der Kaufkurs lag so weit unter dem wirklichen Wert. Diese Schätze kann ACS jetzt heben.

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