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06.04.2015

17:48 Uhr

Vermittlung von Putzhilfen im Netz

„Der größte Wettbewerber ist der Schwarzmarkt”

VonDaniel Klager

Die Vermittlung von Putzhilfen gilt als Milliardenmarkt – eine Branche, die von Unternehmen kaum erschlossen ist. Portale wie Helpling und Homejoy versprechen legale und versicherte Assistenten. Kann das funktionieren?

Hepling, Homejoy und Co. wollen den Markt für Haushaltsdienstleistungen professionalisieren. dpa

Hepling, Homejoy und Co. wollen den Markt für Haushaltsdienstleistungen professionalisieren.

DüsseldorfDas Putzen von Wohnungen wird wie kaum eine andere Branche von Schwarzarbeit dominiert. Mit haushaltsnahen Dienstleistungen werden in Deutschland Schätzungen zufolge mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr an der Steuer vorbeigeschleust.

Seit Jahren versuchen der Bund und die Rentenversicherung Lösungen zu finden. Für angemeldete Mini-Jobber im Haushalt müssen die privaten Brötchengeber nur rund die Hälfte der Steuern und Abgaben Zahlen – 14,4 Prozent. Und die Mini-Job-Zentrale bietet eine kostenlose Vermittlungsplattform für Putzhilfen und Co. an.

Doch die Bemühungen tragen kaum Früchte. Rund 90 Prozent der geschätzt vier Millionen Haushaltshilfen arbeiten noch immer schwarz. Startups wie Helpling, Homejoy oder Book a Tiger wollen das ändern. Die Motivation der Unternehmen liegt dabei aber vor allem in der Erschließung eines attraktiven Marktes.

„Theoretisch hat jeder Haushalt diesen Bedarf. Putzen macht einfach in der Regel keinen Spaß”, sagt Matthias Siegmund, Deutschlandchef des US-Marktführers Homejoy. Und das Umfeld biete einen großen Vorteil: „Unser größter Wettbewerber ist der Schwarzmarkt.“

Legal per Mini-Job – So melden Sie Ihre Putzhilfe an

Gehalt

Eine Putzhilfe, die per Mini-Job angemeldet wird, darf inklusive ihrer Tätigkeiten in anderen Haushalten nicht mehr als 450 Euro verdienen,

Sozialversicherungsnummer

Notieren Sie die Sozialversicherungsnummer (falls nicht vorhanden, reichen auch Name und Adresse). Klären Sie zudem, ob die Reinigungskraft aus diesem Job Rentenbeiträge abführen möchte.

Einzugsermächtigung erteilen

14,44 Prozent auf den Lohn werden monatlich von ihrem Konto abgezogen. Dazu müssen Sie der Mini-Job Zentrale eine Einzugsermächtigung erteilen. Beachten Sie den Mindestlohn von 8,50 Euro.

Kosten absetzen

Am Ende des Jahres gibt es eine Abrechnung der gezahlten Beiträge. 20 Prozent – bis zu 510 Euro – davon können Sie im Zuge ihrer Steuererklärung absetzen.

Formulare

Die zugehörigen Formulare können Sie hier auch online ausfüllen.

Auch Benedikt Franke, Mitgründer von Helpling, sieht in der aktuellen Lage großes Potential. „Unser Ziel ist es, den kaputten und intransparenten Markt zu professionalisieren und zu legalisieren.” Die Rahmenbedingungen für Selbstständige sei nicht optimal, so Franke. „In diesem System haben wir eine attraktive Alternative geschaffen.”

Daran wollen auch einige Größen der Netzwirtschaft mitverdienen. Mit zwei Finanzspritzen – unter anderen von Rocket Internet – hat sich Helpling innerhalb eines Jahres 56,5 Millionen Euro Investitionskapital gesichert. Auch Book a Tiger hat Millionen eingestrichen – vor allem von Tamedia. Der Schweizer Medienkonzern gibt unter anderem die Gratiszeitung „20 Minuten” heraus. Die US-Mutter von Homejoy startete ihr Geschäft 2010 in den Staaten und wurde unter anderem von Google Ventures unterstützt.

Kommentare (1)

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Frau Heike Schneider

07.04.2015, 12:24 Uhr

So wird in Deutschland jeder unter GENERALVERDACHT gestellt. Mit kriminellen MITTELN seinen AUFENTHALT in Deutschland erschleichen. Du bist eine VERBRECHERIN. Abschieben. Kein Steuern zahlen aber vom STEUERSYSTEM täglich profitieren. Jede Straße und jeder WEG auf dem Du läufst, alles was Du benutz ist von STEUERMITTELN mit finanzierst und DU zahlst keine STEUERN. Von kriminellen UNTERWANDERT. Das sie das dauerhaft machen! Den Markt zu legalisieren meint KRIMINELLE AUSLÄNDER legalisieren. Was sagen alle, die müssen sich nicht unbeliebt machen sie sind unbeliebt. Dauerarbeitsplätze = Bundesknappschaft. Extra eingerichtet.

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