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03.08.2012

17:40 Uhr

Verrückter Zeitvertreib

Die exzentrischen Hobbys der reichen Unternehmer

VonChristoph Kapalschinski

Milliardenschwere Unternehmer aus den Vereinigten Staaten und aus Großbritannien spielen gern mit Luxus-Jachten und Raumschiffen. Warum die Angelsachsen ihren Reichtum stärker zur Schau stellen als Europäer.

Der Vorstandsvorsitzende der Virgin Group, Richard Branson, an Bord seiner Jacht „Virgin Money“ vor New York. dapd

Der Vorstandsvorsitzende der Virgin Group, Richard Branson, an Bord seiner Jacht „Virgin Money“ vor New York.

DüsseldorfWo Hermann Bühlbecker ist, ist der nächste Fotograf meist nicht weit. Der Inhaber des Keks-Fabrikanten Lambertz liebt es, an Society-Events teilzunehmen - von Elton Johns Aids-Stiftung über Bill Clintons Global Initiative bis hin zu den eigenen Lambertz-Feiern. Mit seiner Präsenz bei Partys werbe er nur für seine Kekse, sagt Bühlbecker.

Exzentrik ist bei Unternehmern in Deutschland nicht gern gesehen, es passt nicht zu der Vorstellung, die sich die Gesellschaft von ihren finanziell erfolgreichsten Vertretern macht. Das Leitbild sieht Bescheidenheit vor.

„Bei uns im Sauerland reinvestieren fast alle, bauen sich aber nicht reihenweise Villen. Sie jagen und sind im Schützenverein“, sagt ein Mittelständler aus Nordrhein-Westfalen. Er ist sich sicher: „Eine Segeljacht, ein Flugzeug - so etwas sollte ein Unternehmer nicht haben.“

Anders in den angelsächsischen Ländern, in den USA und Großbritannien: Exzentrische Hobbys gelten hier als Beweis für Erfolg. Microsoft-Mitbegründer Paul Allen etwa beschreibt in seiner kürzlich erschienen Autobiografie detailverliebt, wie er ein Weltraumprojekt vorantreibt, ein Football- und ein Basketballteam besitzt und sich eine Megajacht mit eigenem U-Boot bauen lässt.

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Erfolgreiche Unternehmer leisten sich mitunter extreme Hobbys: Amazon-Chef Jeff Bezos will Raketen retten, Regisseur James Cameron taucht 11.000 Meter tief. Und Richard Branson möchte gleich Tiefsee und Weltraum erobern.

Überhaupt Jachten: Auch Oracle-Gründer Larry Ellison scheut sich nicht, sich in diversen Häfen auf seinem gigantischen Freizeitschiff zu zeigen. Virgin-Gründer Richard Branson surfte gerade gar über den Ärmelkanal. Den eigenen Lebensraum zu erweitern scheint ein Urthema zu sein, das die Selfmade-Milliardäre antreibt: Neben Schiffen stehen Weltraumabenteuer und Flugzeuge oben auf ihrer Einkaufsliste. Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, dass die meisten selbst verdienten Milliarden aus Technikfirmen stammen.

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

03.08.2012, 17:58 Uhr

Warum die Angelsachsen ihren Reichtum stärker zur Schau stellen als Europäer ?
Weil Sie nicht in der Neidgesellschaft der salon-kommunistischen Wohlstandsstalinisten (z.B. Augstein junior!) mit dem rotgrünen Gesicht leben (oder war es grünrot, na ja, ist ja wurscht), die jeden "Reichen" ab Tante-Emma-Laden-Besitzer oder "Omas-Häuschen-Bewohner" aufwärts am liebsten sofort steinigen möchten -
hat er doch seinen "Reichtum" mit dem Blut, Schweiß und Tränen von Millionen Unterdrückter, die im Staube vor ihm und seiner Peitsche kriechen und Dreck fressen mußten bis zum Exitus .......

äähh, reicht das, oder soll ich noch mehr schreiben ? :-)

emilioemilio

03.08.2012, 18:04 Uhr

Wer noch nie für seine Geschichte wirklich gestraft wurde kann keinen Charakter entwickeln!
"Hat man doch seinen "Reichtum" mit dem Blut, Schweiß und Tränen von Millionen Unterdrückter, die im Staube vor ihm und seiner Peitsche kriechen und Dreck fressen mußten bis zum Exitus ......."NICHT GANZ UNRICHTIG werter Don Sarkasmos!
Einfach mal Geschichte studieren! Ich meine die Geschichte der "Sieger!"

DonRevisionista

03.08.2012, 18:20 Uhr

Äh, Angelsachsen sind keine Europäer? Das ist aber ein wenig revisionistisch...oder?

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