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02.01.2011

17:00 Uhr

Vertrag bis 2016

Winterkorn geht für VW in die Verlängerung

VW-Chef Martin Winterkorn bleibt bis Ende 2016 an der Spitze von Europas größtem Autobauer. Der Aufsichtsrat verlängerte den derzeit bis Ende 2011 laufenden Vertrag des Vorstandsvorsitzenden um weitere fünf Jahre. Und zwar einstimmig. Der Piëch-Vertraute hat viel vor sich, nicht nur die Integration von Porsche.

Winterkorn bleibt bis 2016 Chef von VW. DAPD

Winterkorn bleibt bis 2016 Chef von VW.

HB WOLFSBURG. VW-Chef Martin Winterkorn bleibt für weitere fünf Jahre an der Spitze des größten europäischen Autobauers. Der Aufsichtsrat habe den Vertrag des Managers bis Ende 2016 verlängert, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Winterkorns derzeitiger Vertrag wäre am 31. Dezember 2011 ausgelaufen. Der 63-jährige Winterkorn ist seit Anfang 2007 VW-Chef. Er leitete zuvor die Tochter Audi. Der gebürtige Schwabe gilt als enger Vertrauter des mächtigen VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch.

Dass Winterkorn bis über das übliche Rentenalter hinaus an der VW-Spitze bleibt, galt seit längerem als ausgemachte Sache. Piëch wurde im Oktober mit Blick auf die Personalie Winterkorn mit den Worten zitiert, er habe früher seine Manager mit 65 in Pension geschickt, aber jetzt sei er schlauer.

In den wichtigsten Fragen ziehen die beiden technikversessenen Manager an einem Strang. Zentrales Ziel ist Wachstum. Der Konzern soll ein weltumspannendes Autoimperium werden, das alles bietet, was auf Straßen fahren kann. 2011 soll der Sportwagenbauer Porsche eingegliedert werden. Außerdem sind neue Fabriken in China, den USA und Indien geplant. Zudem strebt VW bis 2018 an die Weltspitze.

Bislang sind die Wolfsburger die weltweite Nummer drei hinter dem japanischen Autobauer Toyota und dem vor kurzem neu an der Börse gestarteten US-Autoriesen General Motors.

Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh begrüßte die Vertragsverlängerung als Zeichen von Kontinuität. „Mit Martin Winterkorn werden wir unseren Erfolgskurs fortsetzen“, sagte er. „Das Trio Ferdinand Piëch, Martin Winterkorn und (Finanzvorstand) Hans Dieter Pötsch soll aus unserer Sicht gemeinsam mit der Belegschaft auch die kommenden sechs Jahre bestreiten.“

Kommentare (2)

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Lindsay

03.01.2011, 15:23 Uhr

Winterkorn wird dann am Ende seiner Amtszeit 68 Jahre alt sein. Nur ein Staatskonzern wie VW, der im Prinzip keine Rendite erwirtschaften muss, kann sich solche Greise an der Führungsspitze erlauben. Oder sollte ich sagen, Respekt, Herr Winterkorn geht mit guten beispiel voran und lebt die Rente mit 68 vor?
Viele Grüße, Lindsay.

Veritas

03.01.2011, 15:47 Uhr

Ältere Manager in Spitzenposition sind aufgrund ihrer Erfahrung für einen betrieb ein großer Vorteil. Auf Fachkräfteebene ist ein Alter über 50 für die betriebe nicht mehr tragbar. Veraltete Kenntnisse und fehlende geistige und physische Flexibilität sind ein absolutes No-Go.

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