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10.04.2006

09:24 Uhr

Vodafone-Europachef Morrow

Ein Leutnant auf der Suche nach Synergien

VonNicole Bastian und Dirk Heilmann

Er gilt als treuester Leutnant des angeschlagenen Vodafone-Chefs Arun Sarin, und in der neuen Konzernstruktur kommt ihm die Schlüsselrolle zu: Der 46-jährige Amerikaner Bill Morrow ist künftig der zweitmächtigste Manager des Mobilfunk-Weltmarktführers.

Vodafone-Europachef Bill Morrow. Foto: AP

Vodafone-Europachef Bill Morrow. Foto: AP

TOKIO/LONDON. Als Chef für die westeuropäischen Kernmärkte sitzt Morrow künftig zwischen den Landesfürsten von Vodafone und Konzernchef Sarin. Bisher berichteten diese direkt an die Nummer eins. Doch damit nicht genug: Die neuen Weltchefs für Marketing und für Technologie sind künftig ebenfalls Bill Morrow unterstellt.

Kein Wunder, dass die britische Presse den grauhaarigen Mann mit dem Mittelscheitel und dem offenen Lächeln schon als Kronprinzen für den in der Kritik stehenden Vodafone-Chef sieht.

Arun Sarin und Bill Morrow kennen einander aus gemeinsamen Tagen beim US-Mobilfunker Airtouch, den Vodafone 1999 übernahm – kurz bevor der britische Konzern Mannesmann kaufte. Nach einer Zwischenstation beim belgischen Mobilfunker Proximus beginnt Morrow 1998 bei Vodafone. Zwei Jahre später wird er Vizepräsident für technologische Strategie.

2001 geht der Familienvater, der in Kalifornien Ingenieurwesen und Wirtschaft studiert hat, für den britischen Konzern nach Japan.

Dort leitet Morrow die Festnetztochter Japan Telecom und erregt mit deren Verkauf an den US-Investmentfonds Ripplewood Aufsehen. Seither gilt er als Experte für Fusionen und Übernahmen in Japan. Auf Konferenzen sagt er, die Hand lässig in der Hosentasche, ausländischen Firmen eine wachsende Rolle auf dem schwierigen Markt voraus.

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