Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.07.2014

19:16 Uhr

Vor vier Jahren

Hacker brachen in US-Börse Nasdaq ein

Wie erst jetzt durch einen Bericht des Magazins „Bloomberg Businessweek“ bekannt wurde, brachen vor vier Jahren Hacker bei der US-Börse Nasdaq ein. Der genaue Schaden und die Täter sind aber immer noch nicht bekannt.

Bei der US-Börse Nasdaq wurde eingebrochen – und das schon vor vier Jahren. Erst jetzt wurde der Vorfall öffentlich. Weder der genaue entstandene Schaden, noch die Täter sind bekannt - die USA vermuten allerdings eine geheimdienstliche oder militärische Attacke. Reuters

Bei der US-Börse Nasdaq wurde eingebrochen – und das schon vor vier Jahren. Erst jetzt wurde der Vorfall öffentlich. Weder der genaue entstandene Schaden, noch die Täter sind bekannt - die USA vermuten allerdings eine geheimdienstliche oder militärische Attacke.

New YorkHacker sind einem Medienbericht zufolge vor rund vier Jahren in einer groß angelegten Aktion in die US-Börse Nasdaq eingebrochen. Wer genau hinter dem Angriff steckte und welcher Schaden entstand, sei trotz umfangreicher Ermittlungen immer noch unklar, berichtete am Donnerstag das Wirtschaftsmagazin „Bloomberg Businessweek“.

Das FBI habe den Einbruch im Oktober 2010 bemerkt. Angreifer hätten es geschafft, Schadsoftware auf den Computern des Nasdaq zu platzieren. Die Hacker hätten sich monatelang in dem Netzwerk frei bewegen können. Ihr Schadprogramm habe Daten stehlen, aber auch das Computernetzwerk stören können. Die Hacker hätten auch Zugang zu vertraulichen Finanzdaten gehabt.

In die Ermittlungen klinkten sich dem Bericht zufolge auch die US-Geheimdienste CIA und NSA ein. Dennoch hätten die Ermittler nicht feststellen können, wer hinter der Attacke steckte, was die Angreifer bezwecken wollten oder welche Daten überhaupt gestohlen worden seien. Die Ermittler hätten jedoch „mehrere Hinweise auf einen Geheimdienst oder Militär“ gefunden, schrieb „Businessweek“.

Darauf deutete unter anderem hin, dass die Hacker gleich zwei bisher vollkommen unbekannte Sicherheitslücken ausgenutzt hätten. Dem Bericht zufolge verdächtigte der Geheimdienst NSA russische Hacker. Bei den Ermittlungen seien auch Spuren von weiteren Hackern aufgetaucht, die ebenfalls in das Nasdaq-Netzwerk eingebrochen waren. „Businessweek“ berief sich auf Gespräche mit zwei Dutzend Ermittlern und Computerfachleuten.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×