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31.01.2007

06:02 Uhr

Vorstand wird umgebaut

Personalchef der Deutschen Bank geht

VonChristian Potthoff

Im Vorstand der Deutschen Bank steht ein Wechsel an. Der bisherige Personalvorstand Tessen von Heydebreck scheidet altersbedingt aus. Dies wird nach Informationen des Handelsblatts heute der Aufsichtsrat beschließen.

Tessen von Heydebreck, Personalchef der Deutschen Bank geht demnächst in Rente. Foto: dpa dpa

Tessen von Heydebreck, Personalchef der Deutschen Bank geht demnächst in Rente. Foto: dpa

FRANKFURT. IT-Vorstand Hermann-Josef Lamberti wird künftig die Verantwortung für den Bereich Personal übernehmen. Lamberti wäre dann einziger Deutscher im künftig vierköpfigen Vorstand. Die Bank wollte dies nicht kommentieren.

Über ein Ausscheiden Heydebrecks, der in diesem Monat 62 Jahr wurde und damit die inoffizielle Altersgrenze im Vorstand der Deutschen Bank erreicht, wurde schon vor einem Jahr spekuliert. Damals wurde sein Vertrag aber noch einmal verlängert – nach Einschätzung aus Finanzkreisen wohl auch wegen des Mannesmann-Prozesses. Wäre Vorstandschef Josef Ackermann verurteilt worden, hätte von Heydebreck möglicherweise übergangsweise die Bank führen können, heißt es in Finanzkreisen. Mittlerweile wurde der Mannesmann-Prozess aber eingestellt und Ackermann sitzt fest im Sattel.

Als potenzielle Nachfolgerin von Heydebrecks wurde eine Zeitlang Juliane Wiemerslage gehandelt. Die frühere IBM-Personalchefin war im Sommer 2005 zur Deutschen Bank gekommen. Mittlerweile ist sie allerdings im Firmenkundengeschäft tätig. Der Personalchef der Bank, der Australier Conrad Venter, galt dagegen schon wegen der Sprache nie als wirklicher Aspirant.

Mit dem Ausscheiden von Heydebrecks verkleinert sich der Vorstand wieder auf vier Mitglieder. Außer Ackermann und Lamberti gehören dem Gremium der Schweizer Hugo Bänziger und der Amerikaner Anthony di Iorio an. Beide wurden erst im vergangenen Jahr ernannt, als der damalige Finanzvorstand Clemens Börsig Aufsichtsratschef wurde. Als eigentliches Machtzentrum gilt allerdings das so genannte „Group Executive Committee“, dem außer den Vorständen auch die Chefs der verschiedenen Geschäftsfelder angehören, darunter die einflussreichen Investmentbanker Anshu Jain und Michael Cohrs.

Von Heydebreck gilt als Banker „alter Schule“. Vor Jahresfrist gehörte er gemeinsam mit Privatkundenchef Rainer Neske zu den wenigen Topmanagern, die sich gegen die vorübergehende Schließung des Immobilienfonds Grundbesitz Invest aussprachen. Der 58-jährige Lamberti wechselte 1998 von IBM zur Deutschen Bank.

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