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02.05.2012

14:16 Uhr

VW-Affäre

Barros von Untreuevorwürfen freigesprochen

Die Brasilianerin Adriana Barros ist im Zuge der VW-Affäre vom Untreuevorwurf freigesprochen worden. Die Anklage hatte ihr vorgeworfen, das Unternehmen mit Scheinrechnungen geschädigt zu haben.

Die Brasilianerin Adriana Barros vor dem Amtsgericht in Wolfsburg. dpa

Die Brasilianerin Adriana Barros vor dem Amtsgericht in Wolfsburg.

WolfsburgDie Brasilianerin Adriana Barros ist im Zusammenhang mit der VW-Affäre vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Das Amtsgericht Wolfsburg folgte am Mittwoch mit seinem Urteil dem Antrag der Verteidigung. Die 47-Jährige war wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt. Sie hatte die Vorwürfe stets bestritten.

Die Anklage hatte Barros vorgeworfen, zusammen mit ihrem Ex-Geliebten, dem früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert, Volkswagen mit Scheinrechnungen und Privatreisen auf Spesen um mehrere Hunderttausend Euro geschädigt zu haben. Der Staatsanwalt forderte ein Jahr Haft auf Bewährung.

Volkert und die Fernsehjournalistin Barros waren von 1998 bis 2005 ein Liebespaar, bis die VW-Affäre um Spesenbetrug und Sexreisen aufflog. Volkert hatte damals die Beziehung per E-Mail beendet.

Vor Gericht hatten sich die beiden zum ersten Mal wiedergesehen. Volkert hatte in seiner Aussage die Version seiner früheren Geliebten gestützt. Der Vorsitzende Richter äußerte daraufhin „ernsthafte Zweifel“ an einer Verurteilung.

Der Skandal um Volkert hatte den VW-Konzern 2005 erschüttert. Volkert musste als einziger der Täter in Haft. Der 69-Jährige ist aber inzwischen wieder frei. Er war wegen Beihilfe und Anstiftung zur Untreue zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden und saß davon 22 Monate ab.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Baier

02.05.2012, 18:33 Uhr

Sie konnte ja kaum wissen, dass ein einflussreicher VW-Funktionär, immerhin ein Dr. Volkert (soviel Zit muss sein, den Dr. Titel von der UNI Braunschweig zu nennen), die Zuweisungen illegal erworben hatte.

hajohans

02.05.2012, 19:16 Uhr

Frau Barros wurde von VW bezahlt und hat an Dr Volkert
geliefert - daran kann kein Zweifel bestehen. Ob man dafuer
ins Gefaengnis muss hat das Gericht jetzt verneint.
Ende der Diskussion.

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