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27.03.2012

14:22 Uhr

VW-Affäre

Volkert-Geliebte packt aus

Die Brasilianerin steht wegen Beihilfe zur Untreue vor Gericht. Die Staatsanwalt wirft ihr Scheinverträge und teure Privatreisen auf VW-Kosten vor.

Die Angeklagte Adriana Barros beim Prozessauftakt im Amtsgericht in Wolfsburg. dpa

Die Angeklagte Adriana Barros beim Prozessauftakt im Amtsgericht in Wolfsburg.

Sieben Jahre nach dem Skandal um Spesenbetrug und Sex-Reisen bei Volkswagen hat die Ex-Geliebte des früheren Betriebsratschefs Klaus Volkert vor Gericht alle Vorwürfe gegen sie zurückgewiesen. Der Anwalt der 47 Jahre alten Brasilianerin Adriana Barros sagte am Dienstag vor dem Amtsgericht Wolfsburg, seine Mandantin wolle in dem Prozess „vollkommene berufliche und persönliche Rehabilitation“ erreichen. Die Fernsehmoderatorin packte pikante Details aus der Beziehung zu Volkert aus. Barros, die für die Verhandlung aus Brasilien anreiste, wird Beihilfe zur Untreue zulasten von VW vorgeworfen. Sie soll mit nicht erfüllten Verträgen und durch Privatreisen auf VW-Kosten dabei geholfen haben, den größten Autohersteller Europas um rund 350.000 Euro zu schädigen.

Ihr Anwalt Hans-Joachim Gerst wies die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück. Barros erklärte, sie habe für die von VW eingestrichenen Honorare Filme abgeliefert und die Filmkassetten Volkert überreicht. Zu den Reisen habe Volkert sie stets eingeladen. „Wir haben eine Beziehung geführt, die sieben Jahre gedauert hat“, sagte Barros über die Zeit vom Kennenlernen 1998 bis 2005, als der Skandal aufflog.

Volkert habe nach seinem Rücktritt Mitte 2005 per E-Mail Schluss gemacht, sagte seine Ex-Geliebte. Die Beziehung sei aber schon zuvor aufgeflogen. „Volkerts Frau fand eine Bordkarte mit meinem Namen in seinem Jackett“, sagte die Brasilianerin, die Volkert auf vielen Reisen begleitet hatte.

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