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23.05.2013

16:03 Uhr

VW-Chef

Winterkorn verlässt Salzgitter-Aufsichtsrat

Bye, Bye, Braunschweig: Martin Winterkorn gibt seinen Aufsichtsratsposten bei Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller auf. Er habe zu viele Verpflichtungen, heißt es. Eine Nachfolgerin gibt es auch schon.

Martin Winterkorn: Schluss nach 15 Jahren im Salzgitter-Aufsichtsrat. AFP

Martin Winterkorn: Schluss nach 15 Jahren im Salzgitter-Aufsichtsrat.

BraunschweigVolkswagen-Chef Martin Winterkorn verlässt den Aufsichtsrat der Salzgitter AG. Er hat sich nach 15 Jahren nicht erneut zur Wahl gestellt. Als Grund nannte der Aufsichtsratschef des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers, Rainer Thieme, die vielen Verpflichtungen des Managers. Am Donnerstag wählten die Aktionäre auf der Hauptversammlung in Braunschweig die Mitglieder des Kontrollgremiums für die Kapitalseite. Neu in den Aufsichtsrat kommt unter anderem der ehemalige Personalchef des Unternehmens und jetzige niedersächsische Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD). Er hatte den Konzern für die Aufgabe in der Politik Anfang des Jahres verlassen.

Die Arbeitnehmerseite hatte bereits zuvor unter anderem Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, neu in das Gremium entsandt. Insgesamt sind drei Frauen Mitglieder im neuen Aufsichtsrat. Laut Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann hat das Unternehmen nicht vor, per Quote den Frauenanteil zu erhöhen.

Gehälter ausgewählter Dax-Chefs 2012

Infineon - Reinhard Ploss / Peter Bauer

Zum Ende des Infineon-Geschäftsjahrs (30. September 2012) wechselte auch der Vorstandschef. Reinhard Ploss übernahm von Peter Bauer den Posten.

Bauer hatte 2011/12 insgesamt 2,9 Millionen Euro verdient und damit etwas deutlich weniger als 2011 (3,7 Millionen Euro).

Kurt Bock - BASF

Der Chef des Chemiekonzerns, Kurt Bock, verdiente mit 5,29 Millionen Euro im Jahr 2012 nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Er hatte sein Amt im Mai 2011 angetreten.

Marijn Dekkers - Bayer

Marijn Dekkers, Niederländer an der Spitze des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, hat im Jahr 2012 insgesamt 5,06 Millionen Euro verdient, nach 4,49 Millionen Euro im Vorjahr.

Stefan Heidenreich - Beiersdorf

Ende April hatte Stefan Heidenreich beim Kosmetikkonzern Beiersdorf das Amt des Vorstandschefs übernommen. Im Jahr 2012 verdiente er 2,6 Millionen Euro.

Herbert Hainer - Adidas

Das Adidas-Ergebnis fiel 2012 vor allem wegen eines schwachen Geschäfts der Marke Reebok nicht so rosig aus. Adidas-Chef Herbert Hainer verdiente 2012 insgesamt 4,18 Millionen Euro und damit 28 Prozent weniger als 2011 (5,14 Millionen Euro).

Heinrich Hiesinger - Thyssen-Krupp

Bei Thyssen-Krupp kämpft Vorstandschef Heinrich Hiesinger mit der Aufarbeitung diverser Skandale und Fehlinvestitionen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 (bis 30. September) verdiente er 3,85 Millionen Euro.

Karl-Ludwig Kley - Merck

Der Vorstandschef des Pharmakonzern verdiente 2012 insgesamt 5,52 Millionen Euro und damit fast ein Drittel mehr als 2011 (4,2 Millionen Euro).

Peter Löscher - Siemens

Der Österreicher verdiente im Geschäftsjahr 2011/2012 insgesamt 7,87 Millionen Euro, im Jahr zuvor waren es 8,74 Millionen Euro.

René Obermann - Deutsche Telekom

Ende 2013 gibt René Obermann sein Amt an den jetzigen Finanzvorstand Timotheus Höttges weiter. Obermann verdiente 2012 insgesamt 3,78 Millionen Euro und damit nahezu unverändert so viel wie 2011 (3,85 Millionen Euro).

Wolfgang Reitzle - Linde

Der Linde-Chef hat gesagt, kein Interesse an einer Vertragsverlängerung zu haben. Im Jahr 2012 verdiente er bei dem Industriegase-Spezialisten 6,9 Millionen Euro, fast genau so viel wie ein Jahr zuvor.

Kasper Rorsted - Henkel

Der dänische Chef des Konsumgüter- und Klebstoffkonzerns Henkel, Kasper Rorsted, hat im Jahr 2012 insgesamt 6,18 Millionen Euro verdient, ein sattes Plus von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4,79 Millionen Euro).

Peter Terium – RWE

Zur Jahresmitte 2012 hatte Peter Terium den Spitzenposten beim Energiekonzern RWE angetreten. Er verdiente im Jahr 3,8 Millionen Euro, ein sinnvoller Vergleich zum Vorjahr ist nicht möglich.

Martin Winterkorn - Volkswagen

Der VW-Chef erhält rund 14,5 Millionen Euro für das abgelaufene Jahr (2012) und damit 5,5 Millionen weniger, als ihm nach den zuletzt gültigen Kriterien zugestanden hätten.

Damit will VW verhindern, erneut ins Zentrum einer Diskussion um hohe Managementbezüge zu geraten wie 2011, als Winterkorn mehr als 17 Millionen Euro verdiente.

Dieter Zetsche - Daimler

Der Daimler-Vorstandschef hat im vergangenen Jahr inklusive Aktienoptionen 8,15 Millionen Euro verdient. Das war etwas weniger als 2011 (8,65 Millionen Euro).

Quelle

Geschäftsberichte / Hostettler, Kramarsch & Partner

Die Bezüge des Aufsichtsrates sollen künftig nur aus einem Fixum in Höhe von 60.000 Euro für das einfache Mitglied bestehen, der Vorsitzende soll das Dreifache und sein Stellvertreter das Doppelte bekommen. Bislang hatten die einfachen Mitglieder 40.000 Euro, der Stellvertreter 60.000 und der Vorsitzende 80.000 Euro erhalten – zusätzlich jedoch einen erfolgsabhängigen Bonus.

Von

dpa

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