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13.07.2011

15:36 Uhr

Wagner-Festspiele

Mäzene bestehen auf Ticket-Kontingent

Die „Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“ erhält 14.000 Karten für die Wagner-Festspiele. Die Kritik des Bundesrechnungshofs daran ficht die „Freunde“ nicht an. Sie seien schließlich die größten Zuschussgeber.

Wolfgang Wagner (l.) und Georg von Waldenfels. Quelle: dpa

Wolfgang Wagner (l.) und Georg von Waldenfels.

BayreuthDie Mäzene der „Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“ haben ihr Kontingent von 14.000 Tickets für die diesjährigen Wagner-Festspiele verteidigt. „Das sind keine Freikarten, jedes Ticket wird bezahlt“, sagte Vorstandschef Georg von Waldenfels in Bayreuth. Das Geld für die Eintrittskarten fließe direkt an die Festspiele, ergänzte Geschäftsführerin Ina Besser-Eichler.

Der Bundesrechnungshof hat die Vergabepraxis bei den Festspieltickets jüngst kritisiert, da nur 40 Prozent der Karten in den freien Verkauf gehen. Waldenfels betonte, dass Bund und Land ihre Zuschüsse massiv aufstocken müssten, würde sich sein Verein nicht mehr finanziell engagieren. Denn im Gegenzug für das Kartenkontingent betätigen sich die Festspiel-Freunde als Spender: In diesem Jahr unterstützen sie die Richard-Wagner-Festspiele nach eigenen Angaben mit mindestens drei Millionen Euro.

Das Festspielhaus der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. Quelle: dpa

Das Festspielhaus der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth.

Der Freunde-Vorstand erklärte sich bereit, im Haushaltsausschuss des Bundestags das Konzept der Gesellschaft zu erläutern. „Keiner gibt mehr Geld für die Festspiele als wir. Wir sind der größte Zuschussgeber“, sagte Wolfgang Wagner, Vorstandsmitglied und Präsident der Industrie- und Handelskammer Oberfranken.

In den kommenden Jahren steht die Sanierung des Festspielhauses an. Die Gesellschaft werde zunächst eine Art „Masterplan“ finanzieren, durch den der genaue Sanierungsbedarf ermittelt werden solle, sagte Wagner. Die Stadt Bayreuth geht davon aus, dass die umfangreichen Renovierungsarbeiten mehr als 20 Millionen Euro kosten werden. Inwieweit sich die Gesellschaft daran beteiligt, sei noch völlig offen. In diesem Jahr fließt das Geld der Mäzene vor allem in Instandhaltungsarbeiten auf dem „Grünen Hügel“.

Von

dpa

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