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26.01.2006

11:25 Uhr

Walt Disney übernimmt Pixar

Das Stehaufmännchen aus dem Silicon Valley

VonAxel Postinett

Steve Jobs gilt als das wohl schillerndste Stehaufmännchen der Computergeschichte. Sein Karrieretief in den 90er-Jahren hat der Apple-Gründer erfolgreich überwunden. Heute ist er wieder ganz oben und hält nun als größter Einzelaktionär von Walt Disney einen triumphalen Einzug in Hollywood.

DÜSSELDORF. Der „One-Dollar-Man“ hat ein sehr gutes Gedächtnis. Vor allem für Kränkungen. Vor acht Jahren hatte Michael Dell auf einer Analystentagung eher nebenbei gesagt, er würde Steve Jobs empfehlen „den Laden“ – also Apple – „dicht zu machen“. Als Apple vor wenigen Tagen im Börsenwert erstmals Dell übertrumpfte, kam prompt die Retourkutsche. Ganz so toll sei es um die Prognosefähigkeiten von Dell ja nun auch nicht mehr bestellt, ließ Jobs seine Mitarbeiter per E-Mail wissen.

Vor acht Jahren war Jobs gerade erst zu Apple zurückgekehrt und hatte wenig später für einen symbolischen Dollar Gehalt wieder die Führung des schwer angeschlagenen Computerbauers übernommen. Apple hatte Jobs zusammen mit seiner abgehalfterten Neugründung „Next“ mehr oder weniger freiwillig wieder übernommen; den Next-Vorstand hatte Jobs mit den Worten verabschiedet: „jeder hier im Raum kann gehen – außer mir“, wie Alan Deutschmann in seinem Buch „Das unglaubliche Comeback des Steve Jobs“ kolportiert.

Tatsächlich ist Jobs das wohl schillerndste Stehaufmännchen der Computergeschichte. Nach dem Tiefpunkt mit Next ist er heute wieder ganz oben, sein Musikplayer iPod eine Legende, und ein Rekordergebnis jagt das nächste. Jetzt hat Jobs noch das geschafft, was Bill Gates, erfolgreichster Widersacher aus alten Tagen im Silicon Valley, bislang verwehrt blieb: Als größter Einzelaktionär von Walt Disney hält er nach dem Verkauf des Computerfilm-Studios Pixar jetzt triumphalen Einzug in Hollywood.

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