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31.01.2005

18:50 Uhr

Wechsel an der Spitze

AEG-Hausgeräte-Chef legt Amt nieder

Differenzen über den geplanten Umbau beim Hausgerätehersteller AEG haben zu einem Wechsel an der Spitze geführt. Der bisherige Chef Egon Minar verlässt überraschend das Unternehmen.

HB MÜNCHEN. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ bahnt sich bei dem Hausgerätehersteller eine tief greifende Umstrukturierung an. Das zum schwedischen Electrolux-Konzern gehörende Unternehmen teilte am Montag in Nürnberg mit, ab 1. Februar übernehme der von einer Marketing- und Vertriebsberatung kommende 48-jährige Martin Wolgschaft die Geschäftsführung. Der 52 Jahre alte Minar, der seit Oktober 2002 Chef des Unternehmens war, habe auf eigenen Wunsch die Firma verlassen.

Minar sagte der Zeitung „Die Welt“ nach einem am Montag vorab veröffentlichten Bericht (Dienstagausgabe), die AEG Hausgeräte GmbH sei vom Preisverfall auf dem Hausgerätemarkt getroffen. Es seien Restrukturierungen ins Auge gefasst worden, die er nicht habe mittragen wollen. „Das Unternehmen steht unter einem enormen Kostendruck, der auch Einschnitte beim Personal nach sich zieht“, zitierte ihn die Zeitung. Über die Art der Umstrukturierung habe es unterschiedliche Auffassungen gegeben.

Ein Sprecher des Traditionsunternehmens räumte ein, dass es im Handel einen starken Wettbewerb bei Hausgeräten gebe. AEG Hausgeräte sei dabei, je nach Produkt Preiserhöhungen zwischen vier und sieben Prozent durchzusetzen, um auf die gestiegenen Rohstoffpreise bei Stahl und Kunststoff zu reagieren.

AEG Hausgeräte hatte zuletzt 4200 Beschäftigte in Deutschland, seit Anfang 2003 wurden rund 800 Stellen abgebaut. Das Unternehmen fertigt in Nürnberg Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspüler sowie in Rothenburg ob der Tauber Herde und Backöfen. Der Electrolux-Konzern hat weltweit rund 77 000 Mitarbeiter und setzte 2003 13,6 Mrd. € um.

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