Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2013

08:58 Uhr

Wechsel bei Novartis

Bayers Pharmachef geht zur Konkurrenz

Beim Schweizer Pharmakonzern Novartis gibt es einen prominenten Abgang. Nach 14 Jahren tritt Daniel Vasella als Verwaltungsratspräsident zurück. Sein Nachfolger soll ein Deutscher werden.

Jörg Reinhardt, designierter Verwaltungsratspräsident von Novartis. PR

Jörg Reinhardt, designierter Verwaltungsratspräsident von Novartis.

DüsseldorfDer bisherige Chef der Pharma-Sparte des Bayer-Konzerns, Jörg Reinhardt, will seine Karriere in seiner Schweizer Wahlheimat fortsetzen. Der 56-Jährige soll Präsident des Verwaltungsrats des Pharmakonzerns Novartis werden. Damit endet bei dem Schweizer Unternehmen eine Ära. Seit 1999 war das Gremium von Daniel Vasella geführt worden. Bei Bayer gibt es noch keinen Nachfolger für Reinhardt, zunächst soll Bayer-Vorstand Wolfgang Plischke die Geschäft der Pharmasparte führen.

Reinhardt hat einen Großteil seiner Karriere bei Novartis verbracht, 2008 war er dort zum Vorstand für das Tagesgeschäft aufgestiegen. Die Geschicke von Bayer Healthcare hatte er seit August 2010 geführt.

Bayer-Aktie: Ende der Rekordjagd

Bayer-Aktie

Ende der Rekordjagd

Um 46 Prozent verteuerte sich die Bayer-Aktie 2012. Trotz aussichtsreicher Medikamente erwarten Analysten nun eine Seitwärtsbewegung. Dennoch können Anleger mit einigen Produkten eine zweistellige Rendite erzielen.

Dem Schweizer Pharmakonzern Novartis macht die Generika-Konkurrenz zu schaffen. Der Basler Arzneimittelhersteller rechnet erst für das kommende Jahr mit einer Rückkehr zum Wachstum. 2013 werde der Umsatz unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen stagnieren, prognostizierte Novartis am Mittwoch. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn dürfte sogar um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag schrumpfen. Für 2014 und 2015 stellt Novartis einen Anstieg der Verkaufserlöse zumindest um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag in Aussicht. Der bereinigte operative Gewinn dürfte stärker als der Umsatz steigen.

2012 stieg der Reingewinn um vier Prozent auf 9,62 Milliarden Dollar. Novartis verdiente damit weniger als von Analysten erwartet, die im Schnitt 9,91 Milliarden Dollar prognostiziert hatten. Die Aktionäre sollen 2,30 Franken Dividende je Anteilsschein erhalten nach 2,25 Franken im Vorjahr.

Der Nettoumsatz schrumpfte um drei Prozent auf 56,67 Milliarden Dollar. Unter Ausschluss von Währungseffekten stagnierten die Umsätze, womit Novartis das angepeilte Ziel erreichte. Im größten Geschäft mit den verschreibungspflichtigen Medikamenten verringerten sich die Verkaufserlöse um ein Prozent auf 32,15 Milliarden Dollar. Umsatzzuwächse bei neuen Präparaten wie der Tablette Gilenya gegen Multiple Sklerose oder den Krebsmitteln Afinitor und Tasigna konnten die Einbußen beim früheren Top-Produkt Diovan nur zum Teil wettmachen.

Novartis legte als erster europäischer Pharmakonzern sein Jahresergebnis vor. Der US-Konkurrent Johnson & Johnson hatte am Vortag mit einem verhaltenen Ausblick enttäuscht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×