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24.05.2013

17:01 Uhr

Wegen E-Postbrief

Post legt Beschwerde bei der EU ein

Die Deutsche Post wehrt sich gegen angebliche Diskriminierung: Nachdem ein Gesetz das Konkurrenzprodukt De-Mail als Online-Behördenbrief vorsieht, legt der Konzern nun Beschwerde bei der EU-Kommission ein.

Sorgenkind der deutschen Post: Der E-Postbrief. dpa

Sorgenkind der deutschen Post: Der E-Postbrief.

DüsseldorfDie Deutsche Post fürchtet um die Zukunft ihres digitalen E-Postbriefes. Deshalb machen die Bonner gegen ein Gesetz Front, das das Konkurrenzprodukt De-Mail als Online-Behördenbrief vorsieht. Der Konzern habe bereits Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt, sagte ein Post-Sprecher am Freitag. Die Pläne seien nicht mit EU-Recht vereinbar, der E-Postbrief werde diskriminiert. Brief-Vorstand Jürgen Gerdes habe zudem in der Angelegenheit einen Brief an die Ministerpräsidenten der Bundesländer geschrieben. Nach einem Bericht von „Spiegel Online“ warnte Gerdes in dem Schreiben vor „gravierenden Konsequenzen“ für die Post, wenn der Bundesrat im Juni das E-Governement-Gesetz und damit die De-Mail als System für Behördenpost absegne.

Die Deutsche Telekom und United Internet machen dem E-Postbrief mit der De-Mail Konkurrenz. De-Mail ist wie der E-Postbrief der Post vor allem für Dokumente gedacht, für die einfache E-Mails als zu unsicher angesehen werden. Die Datensicherheit soll durch Verschlüsselungen garantiert werden.

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Die Deutsche Post hat den Umsatz zum Jahresauftakt leicht steigern können, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte ebenfalls. Für das gesamte Jahr bleibt der Konzern optimistisch – auch dank der Portoerhöhung.

Die Deutsche Post war im Juli 2010 mit ihrem E-Postbrief an den Start gegangen, De-Mail folgte im vergangenen Jahr. Der Online-Brief der Post kostet wie ein herkömmlicher Brief 58 Cent pro Sendung - und das sowohl in der elektronischen als auch der „hybriden“ Form, in der er als E-Mail abgeschickt, von der Post ausgedruckt und dann vom Briefträger zugestellt wird.

Streit hatte es unter anderem um das Zertifizierungsverfahren gegeben. Denn der Bonner Konzern setzt auf das sogenannte Postident-Verfahren, bei dem die Post auch nach Personalausweisnummer und ausstellender Behörde fragt - bei der De-Mail ist dies nicht vorgesehen. Die Post hatte rund 500 Millionen Euro in den E-Postbrief investiert. 2013 streben die Rheinländer nach früheren Angaben rund 100 Millionen Euro Umsatz mit dem Produkt an.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Charly

24.05.2013, 22:52 Uhr

Die leben alle im Wolkenkuckucksheim.
Das Auto ist erfunden und die Postkutsche ist out.
Ausser irgendwelchen Polit-Schwachmaten und BürokratenHengsten interessiert sich die Welt weder für E-Postbrief noch für DE-Mail.
Die glauben man könne die Gesellschaft zwingen weiter Postkutsche zu fahren. Das glauben viel zu viele der elitären Dummköpfe. Die sogennante Elite will ihre Pfründe nicht abgeben. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Irgendwann wird dann draufgehauen, das heisst dann Volksaufstand, soziale Unruhen, Randale, Bürgerkrieg, etc.. Freiwillig gibt die sogenannte Elite nicht nach. Man muss denen dann halt wieder mal richtig wehtun. 1789 ff. wurde erfolgreich getestet wie es geht.

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