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28.04.2015

18:32 Uhr

Wegen Veruntreuung

Sechs Jahre Haft für ehemaligen NKD-Manager

Wegen Veruntreuung wurde ein Ex-Manager der Textilkette NKD zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Verteidiger sprechen von einer Intrige. Nun naht der nächste Prozess – es geht um Anstiftung zur Geiselnahme und zum Mord.

Der angeklagte Ex-Manager der Textilkette NKD (l) wird von Polizisten zum Gerichtssaal begleitet. Das Landgericht hat den Mann wegen Untreue zu sechs Jahren Haft verurteilt. dpa

Prozess gegen Ex-NKD-Manager

Der angeklagte Ex-Manager der Textilkette NKD (l) wird von Polizisten zum Gerichtssaal begleitet. Das Landgericht hat den Mann wegen Untreue zu sechs Jahren Haft verurteilt.

HofEin früherer Manager der Textilkette NKD ist wegen Untreue zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Die Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Hof sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte mit fingierten Rechnungen 3,7 Millionen Euro veruntreute. Der 38-Jährige und seine Anwälte hatten in dem Verfahren dagegen erklärt, mit dem Geld seien geheime Preis- und Brancheninformationen bezahlt worden. Keiner der befragten Zeugen habe jedoch Kenntnis von diesen angeblichen Informationen gehabt, sagte der Vorsitzende Richter Siegberg Übelmesser in seiner Urteilsbegründung am Dienstag.

Der Prozess hatte bereits am 18. März 2014 begonnen. Das Urteil fiel am 61. Verhandlungstag. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Die Anwälte kündigten Revision gegen das Urteil an. Sie hatten im Prozess erklärt, die Vorwürfe seien einer Intrige gegen den Angeklagten entsprungen. Auch dies wies Richter Übelmesser zurück: „Die Kammer sieht keine Anhaltspunkte dafür, dass der Angeklagte Opfer eines Komplotts geworden ist.“

Der Ex-Manager steht in der kommenden Woche wieder in Hof vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchte Anstiftung zur Geiselnahme und zum Mord vor. Hintergrund sind Vorwürfe, der Mann habe aus der Untersuchungshaft heraus die Entführung eines Richters geplant und zwei Mitgefangene damit beauftragt.

Von

dpa

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