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07.12.2014

10:28 Uhr

Weihnachten und Silvester zu Hause

Uli Hoeneß darf zu seiner Frau Susi

Weihnachten daheim: Darüber darf sich der Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß jetzt freuen. Der Steuersünder darf über die Feiertage nach Hause – bevor er dann in ein ehemaliges Frauengefängnis umzieht.

Mit ihr darf Uli Hoeneß die Feiertage verbringen und sogar zu Hause übernachten: seine Frau Susanne. dpa

Mit ihr darf Uli Hoeneß die Feiertage verbringen und sogar zu Hause übernachten: seine Frau Susanne.

BerlinDer wegen Steuerhinterziehung inhaftierte frühere FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß darf einem Zeitungsbericht zufolge Weihnachten das Gefängnis verlassen und bei seiner Familie in Bad Wiessee am Tegernsee feiern. Die bayerische Justiz dem Wunsch des Ex-Präsidenten vom FC Bayern München jetzt entsprochen, berichtete die „Bild am Sonntag“.

Die besten Zitate von und über Uli Hoeneß

Hoeneß 2005

„Ich weiß, dass das doof ist. Aber ich zahle volle Steuern.“ (Uli Hoeneß 2005 in einem Interview der „Bild“-Zeitung)

Hoeneß 2009

„Wenn die Unternehmer alle in die Schweiz gehen, ist auch keinem geholfen. Mit einer Reichensteuer geht es dem kleinen Mann kein Stück besser.“ (Hoeneß 2009 in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“)

Hoeneß 2011

„Wenn früher eine Mark in der Kasse meiner Eltern fehlte, haben wir sie auf dem Boden gesucht. Die Stimmung beim Weihnachtsfest hing entscheidend davon ab, wie gut wir vorher verkauft hatten.“ (Hoeneß im Februar 2011 im „Hamburger Abendblatt“)

„Natürlich will ich Erfolg, aber nicht um jeden Preis. Wenn es um Geld geht, muss man auch mal zufrieden sein.“ (Hoeneß 2011 im Magazin „Brand Eins“)

„Die Finanzwelt zeigt keine Bereitschaft, zur Volkswirtschaft beizutragen. Eine Krankenschwester trägt mehr zur Volkswirtschaft bei als ein Spekulant. Wenn ich sehe, dass Optionsscheine für Reis steigen, sage ich zu meiner Frau: 'Das bedeutet, dass Menschen hungern müssen, weil sie sich keinen Reis mehr kaufen können.'“ (Hoeneß 2011 im Magazin „Brand Eins“)

Hoeneß 2012

„In den vergangenen 20 Jahren sind in der Finanzwelt Menschen am Werk gewesen, die einen katastrophalen Job gemacht haben. Uns wurde vorgegaukelt, dass viele Finanzprodukte so unglaublich wichtig seien. Dabei hatten diese nur ein Ziel: die Taschen gewisser Leute voll zu machen.“ (Hoeneß 2012 in der Zeitung „Die Welt“)

„Unsere Spieler kicken schon jetzt eine Halbzeit fürs Finanzamt, da kommen wir nicht weiter, wenn man 60 oder 70 Prozent nimmt.“ (Hoeneß 2012 in der ARD-Talkshow „Günther Jauch“)

Hoeneß als Wurstfabrikant

„Ich habe für mein Schweinefleisch fünf verschiedene Lieferanten. Ich rufe an, lasse mir die Preise geben und kaufe dann. Für was aber brauchen Banker Schweinebäuche?“ (Wurstfabrikant Hoeneß über Spekulationsgeschäfte von Banken)

Hoeneß vor seinem 60. Geburtstag

„Es ist vielleicht langweilig, aber es soll uns nie schlechter gehen als jetzt. Das ist mein Wunsch. Ich muss nicht nach Hawaii oder auf die Malediven. Wenn ich irgendwann mal Lust dazu habe, werde ich das machen. Aber das ist nicht mein Lebenstraum.“ (Hoeneß Anfang 2012 vor seinem 60. Geburtstag)

Hoeneß vor der Politik

„Ich bin kein Besserwisser, sondern ein Bessermacher.“ (Hoeneß 2010 vor einem Auftritt als Gastredner bei der CSU-Vorstandsklausur)

„Ich habe mit meiner Meinung noch nie hinter dem Berg gehalten. Und bei der Gelegenheit habe ich festgestellt, dass man damit bei der Bundeskanzlerin landen kann. Sie will Leute, die querdenken. Sie will Leute, die ihr nicht nach dem Mund reden. Deswegen bin ich Fan von Merkel!“ (Hoeneß über Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel)

Rummenigge

„Uli ist der Vater Teresa vom Tegernsee, der Nelson Mandela von der Säbener Straße und die Mutter aller Manager.“ (Vorstandschef Rummenigge in seiner Festrede zum 60. Geburtstag von Hoeneß)

„Franz Beckenbauer hat einmal gesagt, wir alle müssen dem FC Bayern dienen. Uli Hoeneß war immer der größte Diener des FC Bayern.“ (Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge 2009 über Hoeneß)

Beckenbauer

„Er ist, glaub ich, schon als Manager auf die Welt gekommen.“ (Franz Beckenbauer 2009 über Uli Hoeneß)

Hoeneß dürfe damit zum ersten Mal auch eine Nacht zu Hause verbringen. Bei seinen bisherigen Freigängen musste er stets abends in seine Zelle zurückkehren. Auch Silvester dürfe Hoeneß zu seiner Frau Susi nach Hause, heißt es in dem Bericht.

Bereits zu seinem Geburtstag am 5. Januar werde Hoeneß aller Voraussicht nach in die Außenstelle Rothenfeld der Justizvollzugsanstalt Landsberg einziehen. Das Freigängerhaus war früher mal ein Kloster, dann ein Frauengefängnis. Heute bauen die Insassen hier unterhalb des berühmten Klosters Andechs unter anderem biologisches Gemüse an. Von dort könnte Hoeneß dem Bericht zufolge täglich zu seinem neuen Job nach München fahren, um dort für die Jugendförderung des FC Bayern zu arbeiten.

Hoeneß war im März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte für Spekulationsgeschäfte in der Schweiz jahrelang keine Steuern gezahlt.

Von

afp

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