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11.11.2013

14:35 Uhr

Weihnachtsgeld

Jeder Dritte braucht den Zuschuss

Eigentlich ist es für die Festtage gedacht, für Geschenke, Gänsebraten oder Tannenbaum. Doch viele Beschäftigte brauchen das Weihnachtsgeld inzwischen dringend für alltägliche Ausgaben. Ohne den Zuschuss wird es knapp am Ende des Jahres.

In Deutschland erhält etwas weniger als jeder zweite Beschäftigte Weihnachtsgeld. Laut Verdi benötigen aber viel mehr Menschen den Zuschuss. dpa

In Deutschland erhält etwas weniger als jeder zweite Beschäftigte Weihnachtsgeld. Laut Verdi benötigen aber viel mehr Menschen den Zuschuss.

BerlinKnapp jeder zweite Beschäftigte in Deutschland bekommt Weihnachtsgeld - dabei ist der Zuschuss einer Umfrage zufolge für viele existenznotwendig. Fast jeder Dritte komme bei der finanziellen Planung des Haushalts nicht ohne Weihnachtsgeld aus, ergab eine am Montag vorgestellte Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft Verdi. Vor allem Beschäftigte mit einem monatlichen Einkommen von unter 1500 Euro sind nach eigenen Angaben darauf angewiesen, aber auch ein Drittel der Befragten mit einem Einkommen zwischen 1500 und 3000 Euro.

Ausgegeben wird das Extra am Jahresende der Umfrage zufolge bei drei Vierteln für Weihnachtsgeschenke. Etwa ein Drittel braucht es aber auch zur Zahlung von Versicherungsbeiträgen oder für alltägliche Ausgaben. Gut jeder sechste nutzt das Weihnachtsgeld, um Schulden zurückzuzahlen. Für die Altersvorsorge oder spätere Anschaffungen sparen 38 Prozent damit. „Das Weihnachtsgeld fließt zu einem sehr hohen Anteil in den direkten Konsum und kurbelt die Binnenwirtschaft an“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Oft leiste es aber auch einen maßgeblichen Beitrag zum Haushaltseinkommen.

Steuervorteil: Lukrative Weihnachtsgeschenke vom Chef

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Über das Weihnachtsgeld freuen sich nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch der Fiskus. Denn die Sonderzahlung muss voll versteuert werden. Wer Anspruch auf dieses Extra hat und warum sich auch andere Geschenke lohnen.

Insgesamt bekommen der Umfrage zufolge nur 46 Prozent der Beschäftigten überhaupt Weihnachtsgeld. Die Hans-Böckler-Stiftung war in einer Online-Umfrage vor wenigen Wochen auf 54 Prozent bekommen, hier hatten sich laut Bsirske aber mehr Gewerkschaftsmitglieder beteiligt, als bei der repräsentativen Umfrage von TNS Infratest unter 502 Befragten.

Diese ergab, dass das Weihnachtsgeld in fast zwei Dritteln der Fälle geringer ist als ein Monatsgehalt - im Osten Deutschlands noch häufiger als im Westen. Während unter den Angestellten 51 Prozent angaben, Weihnachtsgeld zu bekommen, waren es unter den Beamten nur 20 Prozent. Generell bekommen Frauen seltener Weihnachtsgeld als Männer, junge Angestellte seltener als ältere.

Von

dpa

Kommentare (1)

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DINO

12.11.2013, 11:10 Uhr

Warten wir noch ein bisschen, dann braucht es jeder zweiter und dann...?

Krankes perverses System: verkorkstes Arbeitsrecht seit ROT/GRÜN, Deregulierungen Finanzen/Arbeit, LOBBYgesteuerte "POLITIK"!

Im Arbeitsrecht sind wir dem 19. Jahrhundert näher gekommen !

Die REDE in Davos 2005 von G. Schröder sagt alles aus !

Diese Entwicklung(en)in vielen Bereichen sind nur noch logisch !

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