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10.03.2014

10:27 Uhr

Weiterbildung

Machen Sie sich schlau

VonMiriam Bax

Je dynamischer die Arbeitswelt, desto wichtiger sind die fachliche Weiterentwicklung und der Ausbau sogenannter Soft Skills. Neue Förderprogramme und Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro bieten finanzielle Unterstützung.

Viele Weiterbildungsangebote werden vom Arbeitgeber bezuschusst. Foto: Fotolia

Viele Weiterbildungsangebote werden vom Arbeitgeber bezuschusst. Foto: Fotolia

KölnFür zahlreiche Arbeitsbereiche brauchen Bewerber den Nachweis aktueller Fachkenntnisse und außerfachlicher Kompetenzen. In Jobsuchmaschinen und Stellenbörsen wie beispielsweise dem Handelsblatt Jobturbo finden sich zahllose Stellenangebote, in denen Weiterbildung und Spezialisierung besonders betont werden. Das können junge Berufsfelder wie der Bereich Social Media sein oder Jobs in der IT-Beratung, die einem rasanten technischen Fortschritt unterliegen. Weiterbildungen können insbesondere bei der Jobsuche Türöffner sein. „Zertifikate und Weiterbildungsabschlüsse wirken hier oft Wunder“, weiß Lars Hahn, Karriere- und Bildungsexperte im Netzwerk Karriereexperten.com. Für ihn steht der Karriere-Trend in diesem Jahr ganz im Zeichen der beruflichen Weiterbildung.

Tipps für den Jobwechsel

Aktiv werden, statt frustriert sein

Lassen Sie sich nicht frustrieren. Im Gegensatz zu manch Anderen haben Sie das Glück, noch einen festen Job zu haben. Werden Sie aktiv, nutzen Sie die Zeit lieber, die Fühler nach Alternativen auszustrecken und Businesskontakte aufzubauen.

Den Jobwechsel gut abwägen

Bevor Sie das Handtuch werfen und den Jobwechsel ansteuern, hinterfragen Sie bitte alle Pro- und Contra-Punkte dieser Entscheidung. Haben Sie schon einen neuen Job in Aussicht bzw. wirklich sicher? Wunderbar! Zeichnet sich da noch so ganz und gar keine Alternative ab, harren Sie lieber noch ein wenig aus und nutzen Sie die Zeit dazu, aus gesicherter Position heraus auf Jobsuche zu gehen.

Seien Sie Stratege

Auch wenn Sie innerlich bereits gekündigt haben, lassen Sie sich bitte nicht dazu verleiten, im Team schlechte Stimmung zu verbreiten, den Chef durch den Kakao zu ziehen, nur noch das Notwendigste zu tun oder sich wie auch immer geartet zum Unternehmensfeind Nr. 1 zu machen.

Bewerben Sie sich aus sicherer Position heraus

Bewerben aus gesicherter Position heraus macht nicht nur aus finanzieller Sicht wesentlich entspannter, sondern bringt auch bessere Jobaussichten. Jeder Arbeitssuchende wird Ihnen bestätigen, dass es wesentlich schwerer ist, einen neuen Job zu finden, wenn man bereits ohne Anstellung ist. Gehen Sie deshalb nicht erst auf Jobsuche, wenn Sie bereits gekündigt haben, sondern fangen Sie damit bereits an, wenn Ihnen die ersten Kündigungsgedanken kommen.

Nutzen Sie Ihren Feierabend und das Wochenende – nicht die Arbeitszeit - gezielt dazu, sonst stehen Sie am Ende doch schneller auf der Straße, als gewünscht. Gleiches gilt natürlich, wenn Sie sich selbständig machen möchten. Starten Sie damit aus gesicherter Position heraus und wagen Sie den Absprung erst, wenn ein gewisses finanzielles Polster und andere Sicherheiten vorhanden sind.

Steigern Sie Ihren Marktwert

Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, den Job zu wechseln, neigt man dazu, träge zu werden und den Joballtag damit zu verbringen, die Zeit totzuschlagen. Seien Sie klüger. Bilden Sie sich aktiv weiter und vertiefen Sie Ihr Wissen. Das erweitert nicht nur Ihre Fachkenntnisse, sondern erhöht zudem Ihren Marktwert. Natürlich gilt auch hier: Bitte nicht während der Arbeitszeit!

Knüpfen Sie ein Netzwerk von guten Kontakten

Nutzen Sie die Zeit im gesicherten Job dazu, aus Ihrer jetzigen Position heraus Kontakte zu knüpfen. An viele offene Stellen kommt man heutzutage über Vitamin B, also gute Beziehungen. Wer da die richtigen Leute kennt und durchschimmern lässt, dass er sich gerade beruflich neuorientiert, kann schneller zu einem neuen Job kommen, als geplant.

Zeigen Sie Präsenz

Nehmen Sie an fachrelevanten Veranstaltungen, regionalen und überregionalen Netzwerktreffen, Karriere- und Existenzgründermessen etc. teil oder tummeln Sie sich in Online Netzwerken wie z.B. Xing. Dabei sind auch private Aktivitäten förderlich. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere Bekannte ja einen guten Tipp für eine offene Stelle. Wenn Sie eine eigene Firma gründen möchten, bauen Sie schon jetzt Kontakte zu potenziellen Kunden auf.

Luft anhalten und durch

Auch wenn es manchmal schwer fällt - reißen Sie sich am Riemen, atmen Sie beim nächsten Zoff mit den Kollegen lieber einmal mehr durch, anstatt laut zu werden und stehen Sie innerlich lächelnd über den Dingen. Schließlich haben Sie doch noch Größeres vor!

Quelle: www.careerbuilder.de

Auch die bundesweite größte Bildungsmesse „didacta“ (25. – 29.3. in Stuttgart) rückt in diesem Jahr das das Lernen und Lehren über die Erstausbildung hinaus in den Fokus. Denn deutsche Erwerbstätige zeigen sich lernbereit wie nie und würden für die Weiterbildung sogar Freizeiteinbußen in Kauf nehmen. Zwei Drittel der Teilnehmer einer im Auftrag der Haufe Akademie durchgeführten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa bestätigten ihr Weiterbildungsinteresse. Sie würden auch gern häufiger an entsprechenden Maßnahmen teilnehmen. Jeder Dritte sei demnach bereit, seine Wochenenden oder den Urlaub zum Lernen zu nutzen.
Mit dem Ausbau von Förderprogrammen setzen Bund und Länder ein Zeichen. Denn je nach gewünschten Maßnahmen und Abschlüssen kann das Vorhaben Weiterbildung durchaus teuer werden. Seit 2014 profitieren Bildungswillige in Sachsen Anhalt wie auch in Hamburg von neuen Zuschüssen bzw. Erstattungen der Weiterbildungskosten.

Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen von Jobcenter oder Agentur für Arbeit wie auch Angestellte mit einem Einkommen unter 4.350 Euro brutto monatlich können in Sachsen Anhalt Zuschüsse der Investitionsbank Sachsen-Anhalt bekommen. Bis zu 90 Prozent werden für Seminare, Coachings oder auch Weiterbildungsstudiengänge übernommen. Die Bezuschussung gilt auch für Fahrt-, Unterbringungs- und Kinderbetreuungskosten.

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