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26.01.2005

16:21 Uhr

Weitere Veränderung in der Vorstandsriege

SEB-Chef Deutschland gibt auf

Wegen strategischer Differenzen mit dem schwedischen Mutterkonzern verlässt der Chef der Frankfurter SEB Bank, Thomas Altenhain, das Institut. Neuer Chef wird der Schwede Fredrik Boheman, der bisher das deutsche Firmenkunden- und Handelsgeschäft leitete.

HB FRANKFURT. Der Aufsichtsrat habe den seit 2002 bei der deutschen SEB tätigen Boheman mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger Alterhains berufen, teilte die SEB am Mittwoch mit. Nun stehe die rasche Integration der Privatkundenaktivitäten der SEB in Schweden und Deutschland im Vordergrund. Darüber habe es zwischen Altenhain und dem SEB-Konzernvorstand unterschiedliche Auffassungen gegeben. Mit der Geschäftsentwicklung hänge der Abgang nicht zusammen, betonte ein SEB-Sprecher.

Die Personalie führt zu weiteren Veränderungen im Management der Bank: Neu in den Vorstand berufen wurde Wolfgang Argelander, der seit 1991 für den SEB-Konzern arbeitet. Er wird Finanzvorstand und ersetzt Jan Lindberg, der Anfang Februar in den Ruhestand geht.

Altenhain hatte dem Deutschland-Ableger der SEB einen strikten Sparkurs mit einem umfangreichen Stellenabbau im Privatkundengeschäft verordnet. Zugleich wurde das Firmenkundengeschäft - damals schon unter der Ägide Bohemans - praktisch ganz neu aufgebaut. Per Ende September 2004 beschäftigte die deutsche SEB, die Anfang 2000 die BfG Bank übernommen und ein Jahr später umbenannt hatte - 3 400 Menschen. Ende 2003 waren es noch knapp 3 700 Mitarbeiter.

Auf der Ertragsseite zeigten sich zuletzt Fortschritte: Von Januar bis September 2004 stieg der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Prozent auf 93,7 Millionen Euro, bei einer deutlich niedrigeren Risikovorsorge. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug - ohne die Ende 2004 wegfallenden Restrukturierungskosten - in den ersten neun Monaten 7,6 (Vorjahr: 5,1) Prozent. Bis 2006 muss die Bank nach dem Willen der Konzernmutter allerdings auf 10 Prozent kommen.

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