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06.11.2013

15:12 Uhr

Weniger Leerstände

Deutsche Annington steigert ihre Gewinne

Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter steigt, die Leerstandsquoten sinken: Die deutsche Annington macht gute Geschäfte. Nun sollen 800 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungen gehen.

Die deutsche Annington steigert ihr operatives Ergebnis. In den kommenden fünf Jahren will sie Geld in die Hand nehmen, um Wohnungen energetisch zu modernisieren und seniorenfreundlich umzubauen. dpa

Die deutsche Annington steigert ihr operatives Ergebnis. In den kommenden fünf Jahren will sie Geld in die Hand nehmen, um Wohnungen energetisch zu modernisieren und seniorenfreundlich umzubauen.

BochumSteigende Mieten und sinkende Leerstandsquoten sorgen für gute Geschäfte bei Deutschlands größter privater Wohnungsgesellschaft, der Deutschen Annington. Der Börsenneuling steigerte sein operatives Ergebnis (bereinigtes Ebitda) in den ersten neun Monaten um 3 Prozent auf 363,1 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bochum mit. Unterm Strich lag der Gewinn mit 474,3 Millionen Euro sogar um 159 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hier machten sich allerdings auch Bewertungseffekte wesentlich bemerkbar. Die Deutsche Annington besitzt in Deutschland fast 180.000 Wohnungen.

Das Unternehmen habe die Leerstandsquote in den vergangenen zwölf Monaten von 4,4 auf 3,9 Prozent gesenkt und gleichzeitig die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter um 2,1 Prozent auf 5,37 Euro je Quadratmeter erhöhen können, hieß es im Quartalsbericht. Der Immobilienriese verfügt über Wohnungsbestände in ganz Deutschland, Schwerpunkte sind die alten Bundesländer und Berlin.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

„Noch entsprechen nicht alle Wohnungen unserem eigenen Anspruch, wir werden uns daher auch weiterhin darauf konzentrieren, bestehende Mängel sukzessive zu beseitigen“, räumte der Vorstand in einem Brief an die Aktionäre ein. Man wolle in den kommenden fünf Jahren rund 800 Millionen Euro für die energetische Modernisierung und den seniorenfreundlichen, barrierearmen Umbau von Wohnungen ausgeben.

Gleichzeitig prüft das im Juli an die Börse gegangene Unternehmen aber auch weitere Akquisitionsmöglichkeiten. Der finanzielle Spielraum sei groß genug, um auch „größere Portfolien von bis zu 4 Milliarden Euro solide zu finanzieren“, hieß es in Bochum.

Von

dpa

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