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09.05.2014

04:09 Uhr

Werberiesen

Omnicon und Publicis blasen Großfusion ab

Der Traum vom weltgrößten Werbekonzern ist geplatzt: Die beiden Unternehmen Omnicom und Publicis haben ihre geplante 35 Milliarden Dollar schwere Fusion abgesagt. Zu groß waren letztlich die Unstimmigkeiten.

Omnicom auf einem Display an der Nyse: Der Deal mit Publicis ist gescheitert. dpa

Omnicom auf einem Display an der Nyse: Der Deal mit Publicis ist gescheitert.

New York/San FranciscoDie geplante Fusion der Werbeagenturen Omnicom und Publicis zum Weltmarktführer ist geplatzt. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, den im Juli angekündigten Deal im Umfang von 35 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro) abzusagen, teilten die Konzerne am Donnerstagabend mit. „Wir haben uns entschieden, dass jeder seinen Weg alleine weiter beschreitet“, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Grund sei das Unvermögen, die Fusion in einem vernünftigen Zeitrahmen abzuschließen. Eine Konventionalstrafe fällt nicht an.

Weitere Details wurden in der gemeinsamen Erklärung nicht genannt. Doch berichtete das „Wall Street Journal“ von Schwierigkeiten, die nötigen steuerlichen und kartellrechtlichen Zulassungen zu bekommen. Auch habe es Debatten darüber gegeben, welcher der Konzerne bei einer Fusion als Käufer des jeweils anderen firmieren solle. Ein Insider sagte, dass ein Streit über bestimmte Konditionen und den Posten des Finanzchefs Grund für das Scheitern gewesen sei.

Omnicom und Publicis hatten sich im vergangenen Juli grundsätzlich auf die Fusion verständigt. Damit wollten sie den bisherigen Branchenprimus WPP übertrumpfen. Die Aktionäre der beiden Agenturen sollten jeweils rund 50 Prozent des Aktienkapitals des neuen amerikanisch-französischen Werbegiganten erhalten. Ein Zusammenschluss der zwei Unternehmen wäre der bislang größte in der Werbebranche gewesen. Er hätte die 4,9 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Aegis-Gruppe durch die japanische Dentsu im vergangenen Jahr in den Schatten gestellt.

Der in New York ansässigen Omnicom-Gruppe gehören unter anderem die Kommunikationsagenturen BBDO Worldwide, DDB und TBWA an. Unter dem Dach der in Paris beheimateten Publicis-Gruppe sitzen unter anderem die Agenturen Leo Burnett Worldwide, Saatchi & Saatchi und DigitasLBi.

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