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19.11.2013

08:34 Uhr

Werbevermarkter

Ströer dämmt Verluste ein

Stabile Nachfrage und neue Geschäfte: Der auf Außen- und Onlinewerbung spezialisierte Vermarkter Ströer befindet sich auf dem Weg der Besserung. In einigen Märkten muss das Unternehmen allerdings Federn lassen.

Außenwerbung wie an solchen Billboards wird weiterhin gut nachgefragt. obs

Außenwerbung wie an solchen Billboards wird weiterhin gut nachgefragt.

KölnDer Werbevermarkter Ströer hat dank einer stabilen Nachfrage nach Außenwerbung in Deutschland und anziehenden Geschäften in der Türkei den Verlust im dritten Quartal eingedämmt. Unter dem Strich ging der Fehlbetrag auf 5,6 Millionen Euro von 17,2 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Für das vierte Quartal gab sich der Vorstand vorsichtig optimistisch: der Umsatz solle in etwa das Niveau des relativ starken Vorjahresquartals erreichen. Hoffnungsträger ist das neue Online-Geschäft, das zum Jahresende noch mehr zum Erlös beitragen soll als zuletzt.

Ströer war früher auf Außenwerbung konzentriert und bestückt etwa Buswartehäuschen oder Plakatwände mit Werbung oder bespielt digitale Bildschirme in Bahnhöfen oder Einkaufszentren mit Reklame. Vor einigen Monaten war der Konkurrent von JC Decaux dann auch in die Online-Werbung eingestiegen und stärkte sein Wachstumsgeschäft bereits durch Mehrheitsübernahmen. Im dritten Quartal trug Online-Reklame bereits zwölf Prozent zum Gesamtumsatz von 150,3 Millionen Euro bei, der sich damit um 15,6 Prozent verbesserte. Ohne das neue Online-Geschäft wuchs der Umsatz noch um 4,4 Prozent und damit stärker als von Ströer erwartet. Federn lassen musste Ströer jedoch in Polen, wo das Außenwerbegeschäft wegen Preisdrucks und geringer Nachfrage schrumpfte.

Ströer-Vorstand Christian Schmalzl hatte im Gespräch mit Reuters angekündigt, dass das Unternehmen 2013 mit einem organischen Wachstum rechnet. 2012 war der Umsatz um knapp drei Prozent auf 560,6 Millionen Euro geschrumpft, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 19 Prozent auf 107 Millionen Euro.

Von

rtr

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