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31.01.2005

14:00 Uhr

Wie groß die Dax-30-Vorstände sind, wie oft sie tagen und wie lange ihre Mitglieder im Amt sind, zeigt eine neue Studie

Männlich, deutsch und um die 60

VonBettina Blass (Handelsblatt)

Vorstände deutscher Unternehmen sind hauptsächlich deutsch besetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Personalberatung Spencer Stuart. Befragt wurden 51 Aktiengesellschaften, davon waren 29 Dax-30-Unternehmen.

HB DÜSSELDORF. Im Detail: In den Vorständen der befragten Unternehmen sitzen zwischen zwei und zwölf Mitglieder, im Schnitt sind es fünf. Daimler-Chrysler und Siemens führen mit zwölf Vorstandsmitgliedern, gefolgt von der Münchener Rück mit zehn. Beate Uhse und Gerry Weber kommen dagegen mit zwei Personen aus.

Woher stammen die Vorstände? Nur zwölf Prozent der Vorstandsmitglieder kommen aus dem Ausland. Die meisten stammen aus Nordamerika – insgesamt zehn aus Kanada und den USA. Aus Österreich kommen sieben, vereinzelt sind auch Argentinier, Belgier, Briten, Italiener, Israelis, Niederländer, Neuseeländer, Schweden, Schweizer oder Spanier in deutschen Vorständen zu finden. „Wer im globalen Geschäft arbeitet, sollte auch über internationale Kompetenz im Vorstand verfügen“, rät Personalberater Willi Schoppen, Partner bei Spencer Stuart.

So sieht man es auch bei Adidas. „Wir arbeiten international, das spiegelt sich auch auf höchster Ebene wider“, sagt Personalchef Matthias Malessa. Bei Adidas sitzen im Vorstand ein US-Amerikaner, ein Neuseeländer und ein Schweizer.

Die Studie im Detail: Auffällig ist die Dominanz der Männer. Nur drei der Unternehmen können mit einer Frau im Vorstand aufwarten: Gabriele Stopka arbeitet bei Douglas, Angelika Marr bei Zapf Creation und Iris Löw-Friedrich bei Schwarz Pharma. Hinzu kamen nach Abschluss der Umfrage Christine Licci bei der Hypo-Vereinsbank und Karin Dorrepaal bei Schering.

Stefan Teuber vom Fachverband Personalmanagement beim Bundesverband Deutscher Unternehmensberater: „Letztlich wird in den Vorständen nur weitergestrickt, was man quer durch alle leitenden Positionen sieht: wenig Frauen. Das hat mit individuellen Biografien zu tun, teilweise auch mit dem klassischen Rollenverständnis.“

Die Befragung ergab ferner, dass etwa ein Viertel der Vorstandsmitglieder zwischen 56 und 60 Jahre alt ist. Weitere 20 Prozent sind zwischen 51 und 55 Jahre alt. Sieben von zehn Firmen haben ein Höchstalter für Vorstände festgesetzt. Bei den meisten liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren, bei der Deutschen Lufthansa bei 67 Jahren.

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