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15.08.2016

11:06 Uhr

William Hill

Wettanbieter wehrt sich gegen Übernahme

Ob königliche Hochzeiten, Wahlen oder Reality-TV: Bei William Hill lässt sich auf fast alles wetten. Jetzt wollen Konkurrenten den Wettanbieter übernehmen – aber das Unternehmen wehrt sich weiter beharrlich.

Die Konkurrenten Rank und 888 bieten rund 3,7 Milliarden Euro für den Wettanbieter. Reuters

Filiale von William Hill in London

Die Konkurrenten Rank und 888 bieten rund 3,7 Milliarden Euro für den Wettanbieter.

LondonDer britische Wettanbieter William Hill bleibt im Übernahmepoker mit seinen Rivalen hart. Das Unternehmen lehnte am Montag auch ein aufgestocktes Angebot der Konkurrenten Rank und 888 für einen Zusammenschluss zum größten Glücksspielanbieter des Königreichs ab. Bereits vor knapp einer Woche hatte William Hill die Interessenten mit ihrer 3,16 Milliarden Pfund (rund 3,7 Milliarden Euro) schweren Offerte abblitzen lassen. Doch auch mit dem neuen Gebot sei das Unternehmen noch deutlich unterbewertet, erklärte William Hill.

Der Übernahmeplan sieht vor, dass der Online-Glücksspiel- und Wettanbieter 888 zunächst Rank übernimmt und dann William Hill, bei dem Wetten über königliche Hochzeiten, den Ausgang von Wahlen oder Reality-TV-Sendungen abgeschlossen werden können. Der Konzern musste im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen, das Unternehmen hat auf dem boomenden Online-Markt den Anschluss verloren. Am Montag warben 888 und Rank für ihr Vorhaben: Die Fusion biete auf lange Sicht noch mehr Sparpotenzial als bisher angenommen.

Nach britischem Übernahmerecht haben die beiden Unternehmen noch bis Sonntag Zeit, um sich zwischen einer verbindlichen Offerte und der Aufgabe ihrer Pläne zu entscheiden. Laut William Hill beläuft sich das neue Angebot auf schätzungsweise 352 Pence je Aktie nach zuvor 339 Pence. Laut Rank und 888 entspricht das aktuelle Gebot 394 Pence. Am Montag notierten William-Hill-Aktien mit rund 326 Pence gut zwei Prozent im Minus.

Von

rtr

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