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09.11.2013

15:44 Uhr

Windenergie auf See

Hochtief erwägt Verkauf von Offshore-Geschäft

Der Baukonzern Hochtief will offenbar seine Offshore-Sparte verkaufen. Grund könnten die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie auf See sein. Von Hochtief heißt es, man warte die Reform des EEG ab.

Eine Hochtief-Baustelle: Die Quartalszahlen versprechen ein gutes Jahr für den Essener Baukonzern. dpa

Eine Hochtief-Baustelle: Die Quartalszahlen versprechen ein gutes Jahr für den Essener Baukonzern.

FrankfurtDer Baukonzern Hochtief erwägt einem Magazinbericht zufolge einen Verkauf seiner Offshore-Aktivitäten. Das neu aufgebaute und profitable Offshore-Geschäft mit 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 300 Millionen Euro solle auf der Verkaufsliste stehen, berichtet die „Wirtschaftswoche“ am Samstag vorab. Hintergrund sei, dass sich die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie auf See möglicherweise zugunsten fossiler Energieträger verschlechtern könnten.

Ein Hochtief-Sprecher sagte dazu am Samstag, dass bislang noch keine konkrete Entscheidung gefallen sei. „Wir schauen uns an, welche Ergebnisse die Gespräche zur Reform des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) in Berlin haben werden.“

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes strukturiert derzeit den zur spanischen ACS-Gruppe gehörenden Essener Baukonzern um. Hochtief soll sich vor allem auf seine Stärken im klassischen Baugeschäft besinnen. Im Zusammenhang mit dem Umbau trennt sich der vom spanischen Mutterkonzern entsandte Verdes von zahlreichen Geschäftsbereichen und Mitarbeitern. Am Mittwoch will Verdes die Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentieren.

Von

rtr

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