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09.11.2013

15:44 Uhr

Windenergie auf See

Hochtief erwägt Verkauf von Offshore-Geschäft

Der Baukonzern Hochtief will offenbar seine Offshore-Sparte verkaufen. Grund könnten die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie auf See sein. Von Hochtief heißt es, man warte die Reform des EEG ab.

Eine Hochtief-Baustelle: Die Quartalszahlen versprechen ein gutes Jahr für den Essener Baukonzern. dpa

Eine Hochtief-Baustelle: Die Quartalszahlen versprechen ein gutes Jahr für den Essener Baukonzern.

FrankfurtDer Baukonzern Hochtief erwägt einem Magazinbericht zufolge einen Verkauf seiner Offshore-Aktivitäten. Das neu aufgebaute und profitable Offshore-Geschäft mit 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 300 Millionen Euro solle auf der Verkaufsliste stehen, berichtet die „Wirtschaftswoche“ am Samstag vorab. Hintergrund sei, dass sich die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie auf See möglicherweise zugunsten fossiler Energieträger verschlechtern könnten.

Ein Hochtief-Sprecher sagte dazu am Samstag, dass bislang noch keine konkrete Entscheidung gefallen sei. „Wir schauen uns an, welche Ergebnisse die Gespräche zur Reform des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) in Berlin haben werden.“

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

Koninklijke Bam Groep (Niederlande) – 6,98 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus dem niederländischen Bunnik bei Utrecht ist europaweit tätig und hat rund 19.500 Mitarbeiter.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 10,76 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 10,6 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 12,4 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,31 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 15,35 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 31,77 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2016 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 31,98 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,07 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2016 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von 1,1 Prozent.

Quelle: Deloitte

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes strukturiert derzeit den zur spanischen ACS-Gruppe gehörenden Essener Baukonzern um. Hochtief soll sich vor allem auf seine Stärken im klassischen Baugeschäft besinnen. Im Zusammenhang mit dem Umbau trennt sich der vom spanischen Mutterkonzern entsandte Verdes von zahlreichen Geschäftsbereichen und Mitarbeitern. Am Mittwoch will Verdes die Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentieren.

Von

rtr

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