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15.10.2013

11:01 Uhr

Wirtschaftsprüfer

Britische Aufsicht will mehr Wettbewerb

Die britische Aufsichtsbehörde verlangt, dass die größten Wirtschaftsprüfer den Auftrag zur Prüfung ihrer Bücher regelmäßig neu ausschreiben. Die Reform soll im nächsten Jahr in Kraft treten. Doch es gibt Kritik.

Prüfer unter die Lupe: Die britische Aufsichtsbehörde will den Wettbewerb fördern. dpa

Prüfer unter die Lupe: Die britische Aufsichtsbehörde will den Wettbewerb fördern.

LondonDie britische Aufsicht will den Wettbewerb unter den Wirtschaftsprüfern anheizen. Künftig sollen daher die 350 größten Unternehmen des Landes mindestens einmal innerhalb von zehn Jahren den Auftrag zur Prüfung ihrer Bücher neu ausschreiben, wie die Wettbewerbskommission am Dienstag mitteilte. „Unsere Maßnahmen werden den Markt nachhaltig verändern, in dem es schon eine Nachricht ist, wenn ein großes Unternehmen den Auftrag zur Prüfung seiner Bücher neu ausschreibt”, sagte Laura Carstensen, die eine Untersuchung der Kommission geleitet hatte. Allerdings sind die Vorschriften nicht so streng wie ursprünglich geplant: In einem ersten Vorstoß sollten die Aufträge noch alle fünf Jahre ausgeschrieben werden.

Die Aufsichtsbehörde traf mit ihren neuen Regelungen auf Kritik bei Unternehmen und der für die Wirtschaftsprüfer zuständigen Regulierungsbehörde FRC. Derzeit teilen sich die vier großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG, PricewaterhouseCoopers, Ernst and Young und Deloitte den Markt weltweit weitgehend unter sich auf. Viele große Unternehmen arbeiten seit Jahrzehnten mit den gleichen Wirtschaftsprüfern zusammen.

Größte Wirtschaftskanzleien Deutschlands 2012/13

Platz 10

Allen & Overy

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 118 Millionen Euro (+4,4 Prozent)

Datenquelle: Fachverlag Juve (Stand: September 2013)

Platz 9

White & Case

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 119 Millionen Euro (+0,8 Prozent)

Platz 8

Noerr

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 135,3 Millionen Euro (+6,8 Prozent)

Platz 7

Hogan Lovells

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 149,5 Millionen Euro (+6,4 Prozent)

Platz 6

Gleiss Lutz

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 158,1 Millionen Euro (-2,2 Prozent)

Platz 5

Linklaters

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 162,45 Millionen Euro (-2,9 Prozent)

Platz 4

Clifford Chance

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 189 Millionen Euro (-4,4 Prozent)

Platz 3

Hengeler Mueller

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 214 Millionen Euro (+2,1 Prozent)

Platz 2

CMS Hasche Sigle

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 238,2 Millionen Euro (+5,0 Prozent)

Platz 1

Freshfields Bruckhaus Deringer

Umsatz 2012/13 (Veränderung): 334 Millionen Euro (plus 3,1 Prozent)

Die Reformen in Großbritannien sollen im vierten Quartal 2014 in Kraft treten. Der Branche drohen auf europäischer Ebene möglicherweise noch deutlich schärfere Vorschriften. So könnte die Europäische Union die Unternehmen dazu anhalten, ihre Wirtschaftsprüfer regelmäßig zu wechseln.

Von

rtr

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