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28.04.2012

14:41 Uhr

„Wirtschaftswoche“

Bilfinger-Berger-Chef Koch verdient mehr Geld

Die guten Geschäfte bei Bilfinger Berger machen sich auch auf dem Konto von Roland Koch bemerkbar. Für 2012 wird der Bau- und Dienstleistungskonzern seinen Vorstandschef voraussichtlich deutlich besser bezahlen.

Der ehemalige hessische Ministerpräsident und heutige Vorstandschef von Bilfinger Berger: Roland Koch. dapd

Der ehemalige hessische Ministerpräsident und heutige Vorstandschef von Bilfinger Berger: Roland Koch.

MannheimDer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger zahlt seinem Vorstandschef Roland Koch nach Angaben der „Wirtschaftswoche“ 2012 voraussichtlich eine halbe Million Euro mehr als im vergangenen Jahr. 2011 erhielt Koch, der im März zu Bilfinger Berger kam, 1,53 Millionen Euro für vier Monate Vorstandstätigkeit und sechs Monate als Vorstandschef. 2012 wird Koch bei normalem Geschäftsverlauf rund 2,1 Millionen Euro verdienen, schrieb das Blatt. Der Betrag setze sich zusammen aus einem Festgehalt von 768.000 Euro und einem gewinnabhängigen Bonus. „Bei Bilfinger sind alle Erfolgsprämien gedeckelt, das gilt auch für mein Gehalt“, sagte Koch der „Wirtschaftswoche“.

Mitarbeitern in Deutschland zahlt Bilfinger Berger bald einen Bonus von je 340 Euro für das vergangene Jahr. Wie Koch der „Wirtschaftswoche“ bestätigte, will der Baukonzern nicht nur den üblichen Bonus in Höhe des 100-fachen der Dividende zahlen (2011: 2,50 Euro pro Aktie). Zusätzlich würden 90 Cent Sonderdividende berücksichtigt, die die Aktionäre wegen des Verkaufs der australischen Tochter Valemus bekommen. Den erhöhten Bonus muss die Hauptversammlung am 10. Mai beschließen. Bilfinger Berger hatte in Deutschland 2011 mehr als 23.000 Beschäftigte und zahlt an sie insgesamt rund acht Millionen Euro Bonus.

Wie die „Wirtschaftswoche“ zudem berichtet, wird sich das Baugeschäft in den kommenden Jahren auf unter 20 Prozent des Umsatzes einpendeln. 2011 lag der Umsatz bei rund 8,5 Milliarden Euro. Koch sagte dem Blatt: „Absolut werden wir bei 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Ingenieurbau bleiben. Das ist die notwendige kritische Masse - auch um junge Leute dafür zu begeistern, bei uns anzufangen. Der Bauanteil wird aber bald unter den heutigen 20 Prozent liegen, weil der Rest des Unternehmens schneller wächst.“ Die angekündigte Vernetzung der rund 500 Unternehmenstöchter und die geplante Namensänderung will sich der Konzern 15 Millionen Euro kosten lassen. „Das gesamte Strategieprogramm kostet 2012 und 2013 insgesamt 15 Millionen Euro für Vernetzung und Rebranding“, sagte Koch dem Magazin. Aus dem Konzernnamen Bilfinger Berger wird „Berger“ gestrichen, alle Töchter stellen dann den Namen Bilfinger ihrem eigenen Namen voran.

Von

dpa

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