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26.03.2014

13:25 Uhr

Wohnungskonzern

Gagfah will 2014 erstmals wieder eine Dividende zahlen

Vier Jahre mussten Aktionäre des Wohnungskonzerns Gagfah aussetzen, in diesem Jahr können sie wieder mit einer Dividende rechnen. Nach der Neuausrichtung hat das Unternehmen einen deutlich größeren Handlungsspielraum.

2013 kam Gagfah auf ein operatives Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) von 123,7 Millionen Euro, gut 13 Prozent mehr als im Vorjahr. picture alliance / dpa

2013 kam Gagfah auf ein operatives Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) von 123,7 Millionen Euro, gut 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

FrankfurtDer Wohnungskonzern Gagfah will nach seiner milliardenschweren Refinanzierung seine Anleger künftig wieder an der Gewinnentwicklung beteiligen. Für 2014 bekräftigte Vorstandschef Thomas Zinnöcker am Mittwoch das Ziel, erstmals nach vier Jahren wieder eine Dividende zahlen zu wollen – sie soll zwischen 20 und 25 Cent je Aktie liegen. Für 2015 könnten es dann schon 40 bis 50 Cent sein, kündigte er an und verwies auf die erfolgreiche Neuausrichtung des Unternehmens. Gagfah habe jetzt deutlich mehr Handlungsspielraum: „Unser operatives Geschäft zeigt starke Fortschritte und wir sind äußerst zuversichtlich was unser nachhaltiges Wachstum in 2014 und darüber hinaus betrifft.“

Zinnöcker hatte das Ruder vor knapp einem Jahr übernommen. Er war damals von der Berliner Rivalin GSW gekommen und sollte Gagfah wieder in die Erfolgsspur bringen. Kritikern zufolge steckte der Konzern jahrelang zu wenig Geld in seinen Wohnungsbestand, was Mieteinnahmen kostete. Die auslaufenden Kredite wiederum sorgten für Unsicherheit bei den Investoren und lasteten auf dem Aktienkurs.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Zinnöcker steht nun für das unerwartete Comeback des vom US-Finanzinvestor Fortress an die Börse gebrachten Unternehmens. Er senkte die Zinslast für die Kredite und investierte mehr Geld in den Bestand. Der Aufwärtstrend beim Ergebnis beflügelte auch den Aktienkurs, was Fortress zum schrittweisen Rückzug nutzte. Inzwischen liegt der Streubesitz der Gesellschaft bei fast 60 Prozent. Es wird erwartet, dass Fortress schon bald weitere Aktien auf den Markt wirft.

2013 kam Gagfah auf ein operatives Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) von 123,7 Millionen Euro, gut 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Im laufenden Jahr wird nun sogar ein Plus von 35 Prozent angepeilt, wie der Konzern bekräftigte.

Von

rtr

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