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08.06.2013

14:48 Uhr

Wohnungskonzern

LEG kann für 600 Millionen Euro zukaufen

Die Mitteilung über den jüngsten Zukauf ist erst wenige Tag alt, da strebt Immobilienkonzern LEG schon nach weiterem Wachstum. Bis zu 10.000 Wohnungseinheiten sollen das Portfolio aufzustocken, heißt es.

Die LEG-Verwaltung in Düsseldorf: 600 Millionen Euro stehen für Zukäufe bereit. dpa

Die LEG-Verwaltung in Düsseldorf: 600 Millionen Euro stehen für Zukäufe bereit.

FrankfurtDer Immobilienkonzern LEG Immobilien bleibt auch nach den jüngsten Zukäufen auf Expansionskurs. Das nordrhein-westfälische Unternehmen könne Zukäufe im Wert von bis zu 600 Millionen Euro stemmen, ohne die Aktionäre um frisches Kapital anzugehen, sagte Finanzvorstand Eckhard Schultz der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe). „Das entspricht etwa 10.000 Wohneinheiten“.

Die LEG war zu Jahresbeginn an die Börse gegangen und hatte Investoren mit einem ehrgeizigen Expansionsversprechen gelockt. Seitdem hat der Konzern bereits zwei Mal in Nordrhein-Westfalen zugeschlagen: Vor wenigen Tagen kaufte LEG für 23 Millionen Euro 538 Wohnungen, Mitte Mai erwarb der Konzern 2.200 Wohnungen. Inzwischen besitzt LEG über 93.000 Wohnungen.

So viel geben die Deutschen für Miete aus

Hamburg

2008: 19,6 Prozent*
2009: 20,5 Prozent
2010: 20,1 Prozent
2011: 20,7 Prozent
2012: 21,7 Prozent

* Anteil des Nettoeinkommens, der für Miete inklusive Nebenkosten aufgewendet werden muss.

Quelle: IVD / Statistisches Bundesamt

Hannover

2008: 17,1 Prozent
2009: 17,7 Prozent
2010: 18,0 Prozent
2011: 18,8 Prozent
2012: 20,0 Prozent

Düsseldorf

2008: 17,9 Prozent
2009: 17,9 Prozent
2010: 18,4 Prozent
2011: 19,0 Prozent
2012: 19,0 Prozent

Köln

2008: 20,1 Prozent
2009: 20,1 Prozent
2010: 19,5 Prozent
2011: 20,1 Prozent
2012: 20,3 Prozent

Dortmund

2008: 16,9 Prozent
2009: 16,9 Prozent
2010: 16,7 Prozent
2011: 16,8 Prozent
2012: 16,9 Prozent

Frankfurt

2008: 21,1 Prozent
2009: 21,1 Prozent
2010: 21,0 Prozent
2011: 21,1 Prozent
2012: 21,9 Prozent

Stuttgart

2008: 21,5 Prozent
2009: 21,5 Prozent
2010: 20,9 Prozent
2011: 21,0 Prozent
2012: 22,3 Prozent

München

2008: 21,8 Prozent
2009: 22,4 Prozent
2010: 21,8 Prozent
2011: 22,6 Prozent
2012: 23,5 Prozent

Nürnberg

2008: 19,4 Prozent
2009: 18,1 Prozent
2010: 18,5 Prozent
2011: 18,9 Prozent
2012: 19,3 Prozent

Berlin-West

2008: 21,6 Prozent
2009: 21,6 Prozent
2010: 21,5 Prozent
2011: 21,8 Prozent
2012: 22,7 Prozent

Die Aktie konnte der Wachstumskurs jedoch bislang nicht beflügeln. Zuletzt notierte sie mit 42,50 Euro unter dem Ausgabekurs von 44 Euro. Neuen Schub erhofft sich Schultz vom Aufstieg in den Nebenwerteindex MDax, in den LEG zum 24. Juni einzieht. Zur Belastung für den Aktienkurs könnten hingegen weitere Anteilsverkäufe durch die Altgesellschafter werden. Mit dem Ende der Lock-up Periode zum 1. August können die Finanzinvestoren Whitehall und Perry Capital weitere Aktien auf den Markt werfen. LEG habe keine Informationen, ob sie dies tun werden, sagte Schultz.

Um seine Finanzierung breiter aufzustellen, fasse LEG Wandelanleihen ins Auge. „Es ist eine Option, über die wir nachdenken, um unsere derzeit ausschließliche Hypothekenfinanzierung etwas zu diversifizieren“, sagte Schultz.

Von

rtr

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