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17.01.2014

10:38 Uhr

Wohnungskonzern

LEG will weiter einkaufen

Beim Wohnungskonzern LEG Immobilien läuft es gut: Der Konzern will in Zukunft auf Einkaufstour gehen. Und auch die Aktionäre sollen endlich profitieren. 65 Prozent des operativen Ergebnisses sollen ausgeschüttet werden.

Eine Mutter steht mit ihrem Sohn in ihrer Wohnung. LEG hat 6700 der bis zum Jahresende angepeilten 10.000 Wohnungen bereits erworben. dpa

Eine Mutter steht mit ihrem Sohn in ihrer Wohnung. LEG hat 6700 der bis zum Jahresende angepeilten 10.000 Wohnungen bereits erworben.

DüsseldorfDer Wohnungskonzern LEG Immobilien will auch nach dem angepeilten Zukauf von rund 10.000 Wohnungen bis zum Jahresende weiter auf Einkaufstour gehen. Mit dem Erreichen des Ziels werde die LEG „das Pulver nicht verschossen“ haben, sagte LEG-Chef Thomas Hegel am Donnerstagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Der Konzern wolle dabei seine Strategie nicht ändern und weiter mit Augenmaß zukaufen: „Wir bleiben vorsichtig und selektiv.“ LEG Immobilien wolle bei Übernahmen weiter Bieterwettbewerbe vermeiden, in Vertragsverhandlungen bestehe der Konzern auf Exklusivität.

LEG hatte angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 10.000 Wohnungen übernehmen zu wollen - rund 450 Millionen Euro wird das Unternehmen Hegel zufolge dafür voraussichtlich investieren müssen. Angesichts von rund 6.700 bereits erworbenen Einheiten fühle er sich mit diesem Ziel sehr wohl, bekräftige der Manager. In diesem Jahr sollten nur „Restbestände“ in einer Größenordnung von rund 500 Wohnungen verkauft werden - bei einem Bestand von insgesamt rund 95.000 Wohnungen.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

2014 erwartet LEG ein operatives Ergebnis ohne die Erlöse aus dem Verkauf von Wohnungen (FFO I) von 155 bis 159 Millionen Euro. Darin seien Ergebniseffekte aus geplanten künftigen Zukäufen noch nicht enthalten. Von dem Gewinnanstieg sollen auch die Aktionäre profitieren. 65 Prozent des operativen Ergebnisses (FFO I) sollen als Dividende ausgeschüttet werden, bekräftigte Hegel. Diese Ausschüttungsquote sei auch für 2013 geplant.

Die von der Bundesregierung geplante Mietpreisbremse schreckt die LEG zudem als Unternehmen nicht: Internen Szenarien zufolge würden die Pläne in den Wachstumsmärkten Nordrhein-Westfalens für das Unternehmen über fünf Jahre nur Mindererträge in einer Höhe von rund 100.000 Euro bedeuten. Insgesamt sei eine Mietpreisbremse aber das „falsche Signal“ für den Wohnungsmarkt. Denn diese werde „investitionsmindernd“ wirken, sagte Hegel.

Die einst landeseigene LEG war im Februar 2013 an die Börse gegangen. Am Freitagmorgen notierten die im MDax notierten Anteilsscheine kaum verändert bei 43,95 Euro je Aktie.

Von

rtr

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